Gadebusch : Neues Infosystem für Gadebusch

Das neue Mega-Handy von Gadebusch: Torsten Kruse erläutert die Funktionen des innovativen Informationsdisplays an der Museumsanlage Gadebusch.
Das neue Mega-Handy von Gadebusch: Torsten Kruse erläutert die Funktionen des innovativen Informationsdisplays an der Museumsanlage Gadebusch.

Einheimische und Touristen werden an der Museumsanlage rund um die Uhr mit Wissenswertem aus der Region versorgt

svz.de von
04. Juli 2018, 05:00 Uhr

Ulrich Howest strahlt. Soeben hat der erste Mann der Münzstadt an der Museumsanlage ein neues digitales Informationsdis-play getestet und für mehr als nur gut befunden. „Ein tolles System, und im Original noch viel besser als im Prospekt beschrieben. Damit wird unsere Stadt wieder ein Stück attraktiver“, sagt der Bürgermeister.

Optisch erinnert die 2,12 Meter hohe und gut 80 Zentimeter breite Stele vor dem Eingangsbereich zur Museumsanlage Gadebusch an ein Mobiltelefon für Elefanten. Mit Echtholzrahmen, Einscheiben-Sicherheitsglas und einem 47 Zoll großen Bildschirm. Ein echter Hingucker, der den Nutzern – Einheimischen und Touristen gleichermaßen – rund um die Uhr viele nützliche Informationen liefern soll. Von Ausflugszielen in der Region über bevorstehende Veranstaltungen, Tourenvorschläge für Radfahrer, Sehenswürdigkeiten, die heimische Tierwelt, Hinweise zu lokalen Unternehmen und Gewerbetreibenden bis zu amtlichen Bekanntmachungen. Uhrzeit, Temperatur und Wetteraussichten inklusive. Ein kleines Multitalent in groß also.

Entwickelt und der Stadt Gadebusch kostenlos zur Verfügung gestellt hat das per Tuchscreen zu bedienende System die Bentomax GmbH. Drei Jahre habe das Unternehmen nach eigenen Angaben an der Entwicklung gearbeitet. „In Gadebusch haben wir nun das erste Display in ganz Mecklenburg-Vorpommern aufgestellt“, sagt Torsten Kruse. Der Geschäftsführer des Unternehmens war eigens in die Münzstadt gereist, um das Tourismus-Leitsystem vorzustellen und interessierten Einheimischen Fragen zu beantworten. Welche Daten in dem Informationssystem hinterlegt werden, kann zentral vom Hersteller gesteuert, aber auch individuell von der Stadt Gadebusch selbst aktualisiert werden. Die Kontrolle des Systems erfolgt via Live-Überwachung rund um die Uhr von Kiel aus. Torsten Kruse: „Bei Störungen sind wir so in der Lage, umgehend per Fernzugriff zu reagieren oder zeitnah einen unserer Techniker zu entsenden.“

„Die positiven Erfahrungen aus anderen Regionen haben uns schnell vom Mehrwert des Systems für unsere Stadt überzeugt“, sagt Ulrich Howest. Dabei soll Gadebusch nur der Anfang für eine ganze Reihe von Standorten sein, die das Unternehmen aus Schleswig-Holstein in der gesamten Schaalseeregion und darüber hinaus installieren will. Zarrentin, Ratzeburg, Wittenburg. Aber auch am Schmetterlingspark in Klütz soll ein solches Mega-Display aufgestellt werden. Heute sind die Verantwortlichen zu Gesprächen auf der Insel Poel, in Hagenow wollen die Verantwortlichen gleich drei Stelen errichten.

Über die Kosten für das digitale Informationssystem hüllt sich die Bentomax GmbH in Schweigen. Nur so viel: Das Ganze soll sich durch Werbeeinnahmen von lokalen Gewerbetreibenden refinanzieren, für die Stadt Gadebusch ist das Ganze kostenlos. „Und selbst, wenn die erhofften Werbeeinnahmen ausbleiben, werden wir die Stele stehen lassen und nicht wieder abmontieren. Gadebusch ist für uns ein Rezensionsobjekt“, erläutert der 36-jährige Unternehmenschef.

Übrigens: Besucher der Museumsanlage können sich im Umkreis von zirka 100 Metern rund um das digitale Informationssystem über einen sogenannten Hotspot kostenfrei ins Internet einwählen.

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