Zwischen Kneese und Klützer Winkel : Neues Geld für Investitionen

Die Gastronomen Thomas Weilepp und Manuela Homuth-Weilepp erhielten von Simone Krey vom Staatlichen Amt für Landwirtschaftund Umwelt gestern den Förderbescheid für die Sanierung der Klützer Mühle. Rechts im Bild: Erich Reppenhagen, EU-Beauffragter des Landkreises.
Die Gastronomen Thomas Weilepp und Manuela Homuth-Weilepp erhielten von Simone Krey vom Staatlichen Amt für Landwirtschaftund Umwelt gestern den Förderbescheid für die Sanierung der Klützer Mühle. Rechts im Bild: Erich Reppenhagen, EU-Beauffragter des Landkreises.

Mit EU-Fördergeldern weitere Projekte angeschoben

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05. April 2017, 04:45 Uhr

In Nordwestmecklenburg erhalten die Investitionsräder wieder neuen Schwung. Denn in diesem Jahr sollen mit Hilfe von EU-Fördergeldern (Leader-Mittel) weitere Projekte realisiert werden. Während es in Gadebusch zum Beispiel die Dachsanierung der Museumsanlage sein wird, ist es weiter nördlich die Sanierung der Klützer Mühle. Dort erhielten gestern die Betreiber des Baudenkmals einen Fördermittelbescheid in Höhe von 170 000 Euro. Das Geld stellt die Lokale Aktionsgruppe „Westmecklenburgische Ostseeküste“ zur Verfügung.

Die Klützer Mühle stand seit fast drei Jahren leer. Nachdem nach einem Eigentümerwechsel im vergangenen Jahr bereits 100 000 Euro investiert wurden, soll mit den Fördergeldern bis Sommer dieses Jahres bei laufendem Gastronomie-Betrieb die Galerie der Klützer Mühle wieder hergestellt werden. Danach können Restaurantgäste auch draußen sitzen und sich einen Überblick über den Klützer Winkel verschaffen. Im Herbst sollen weitere Sanierungsschritte folgen.

„Wir haben hier einen Investitionsstau von etwa 30 Jahren“, verdeutlicht Manuela Homuth-Weilepp. Zwischen 800 000 und einer Million Euro wollen sie und ihr Mann in den nächsten Jahren investieren. Geplant sind zudem die Eröffnung einer Schau-Manufaktur, eines Streichelzoos, eines Spielplatzes und einer Streuobstwiese.

Die Galerieholländermühle war 1904 erbaut worden und bis 1972 in Betrieb. 1981 initiierten Bürger der Schlossstadt Klütz die Rettung des Denkmals, in dem es seit 1985 ein Restaurant gab.

EU-Fördergelder fließen in diesem Jahr im Bereich der Westmecklenburgischen Ostseeküste nicht nur in die Sanierung der Klützer Mühle, sondern auch in weitere Projekte. Dazu zählt zum Beispiel das Gemeinschaftshaus Neukloster, die Dambecker Pfarrscheune oder die Sanierung des Gutshauses Olgashof. Insgesamt werden rund eine Million Euro Fördergelder ausgereicht, so der EU-Beauftragte des Landkreises, Erich Reppenhagen.

Auch die Mecklenburger Schaalseeregion profitiert in diesem Jahr von Leader-Geldern. So erhielt das Grenzhus in Schlagsdorf einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 356 284 Euro und der Arche-Hof in Kneese rund 200 000 Euro. Die Bescheide wurden wie gestern in Klütz von Vertretern des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt überreicht.

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