Geocaching : Neuer Schatz mitten in Gadebusch

Wolfgang Woitag zeigt zwei Behältnisse, die beim Geocaching versteckt werden könnten.
Wolfgang Woitag zeigt zwei Behältnisse, die beim Geocaching versteckt werden könnten.

Geocaching-Versteck der Sagen- und Märchenstraße MV soll Anfang März wieder freigeschaltet werden

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11. Februar 2014, 00:00 Uhr

Irgendwo in Gadebusch liegt ein Schatz versteckt. Vielleicht ruht er auf dem Grund des Burgsees. Er könnte jedoch auch in der Altstadt oder in den Baumwipfeln rund um Gadebusch zu finden sein. Auch das Aussehen des Schatzes ist noch ein Geheimnis. Ist es ein großer Behälter oder doch nur ein fingernagel-großes Plättchen? Die Rede ist von dem neuen Geocaching-Versteck der Sagen- und Märchenstraße MV in Gadebusch, das Anfang März freigeschaltet werden soll.

„Der alte Cache am Burgsee wurde leider zerstört“, erklärt Wolfgang Woitag, Vorsitzender der Sagen- und Märchenstraße. Die Sucher mussten am Burgsee eine Pumpe betätigen, um an das Versteck heranzukommen. Vor zwei Jahren jedoch wurde diese Pumpe gestohlen. „Danach haben wir uns einen neuen Standort ausgesucht“, so Woitag. Verschmitzt fügt er hinzu: „Den Ort verrate ich natürlich nicht.“ Der Cache sei jedoch bereits angebracht. „Das Rätsel ist noch nicht so weit, dass der Cache freigeschaltet werden kann“, betont Woitag. Bevor gesucht werden kann, muss zudem der Betreiber der Website, auf dem der Cache veröffentlicht werden soll, sein Einverständnis geben. Dafür gibt es mehrere Voraussetzungen erklärt Wolfgang Woitag: „Unterschiedliche Caches müssen mindestens 200 Meter auseinander liegen. Außerdem muss sichergestellt sein, dass das Versteck gehegt und gepflegt wird.“ Natürlich kann sich auch nicht jeder auf die Suche nach den Verstecken machen. „Man muss sich vorher auf einer Geocaching-Seite registriert haben, sonst kommt man an die Caches gar nicht heran“, so der Vorsitzende der Sagen- und Märchenstraße.

Geocaching-Verstecke der Sagen- und Märchenstraße MV gibt es in Boizenburg, Dömitz, Zarrentin, Grevesmühlen, Dassow und Schwerin. In Parchim und Gadebusch sind die Caches dagegen derzeit nicht freigeschaltet. „Vor allem in Zarrentin und Grevesmühlen haben wir schöne, kniffelige Lösungen“, freut sich Wolfgang Woitag, „denn desto interessanter der Cache, desto mehr suchen danach.“ So sind vor dem eigentlichen Entdecken des Versteckes beispielsweise noch Rätsel zu lösen. „Es reicht nicht, einfach mit dem Handy anzureisen“, so Woitag. Neben dem obligatorischen Block und Stift, mit denen sich die Finder der Verstecke eintragen können, gibt es noch Informationen über die jeweilige Stadt und lokale Märchen. Woitag umreißt den Sinn der Verstecke: „Das ist ein zusätzliches touristisches Angebot, mit dem wir eine andere Zielgruppe ansprechen wollen.“ Einen Hinweis gibt Wolfgang Woitag aber schon: „Beim hiesigen Versteck geht es nicht um ein Märchen, sondern um den Gadebuscher Trommler.“

Doch jeder, der jetzt nach den Schatzsuchern Ausschau hält, sei gewarnt. „Die Cacher geben sich normalerweise nicht zu erkennen. Wenn sie einen Cache gefunden haben, sich jedoch beobachtet fühlen, dann gehen sie und kommen später noch mal. Da wird schon ein Geheimnis drum gemacht“, so Wolfgang Woitag.

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