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Teure Fotos in Nordwestmecklenburg : Neuer Blitzer ruft Kritiker auf den Plan

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Vorsicht Radarfalle! Für Ostseeurlauber kann die Fahrt von Schwerin nach Boltenhagen und zur Wohlenberger Wiek jetzt teurer werden. Denn es gibt neben den bislang vorhandenen Kontrollstellen einen neuen mobilen Blitzer.

svz.de von
erstellt am 05.Jul.2013 | 05:37 Uhr

Mühlen Eichsen/Grevesmühlen | Vorsicht Radarfalle! Für Ostseeurlauber kann die Fahrt von Schwerin nach Boltenhagen und zur Wohlenberger Wiek jetzt noch teurer werden. Denn es gibt neben den bislang vorhandenen Kontrollstellen einen neuen mobilen Blitzer-Standort zwischen der A20-Anschlussstelle Upahl und der Stadt Grevesmühlen.

Dort gilt seit wenigen Tagen Tempo 70 statt bislang 100 km/h. Polizeibeamte bauten in Sichtweite des Grevesmühlener Piraten-Open-Air-Theaters gestern erstmals die Radarfalle auf - und zogen den Unmut von Autofahrern, Fahrschullehrern und Taxifahrern auf sich. Sie bezeichneten die dortige Geschwindigkeitskontrolle als "reine Abzocke".

"Es erschließt sich für mich nicht, dass ausgerechnet dort auf gerader Strecke ein mobiler Blitzer hingestellt wird. Ich kann auch die Geschwindigkeitsreduzierung von 100 auf 70 km/h in dem Bereich nicht nachvollziehen", sagt der Grevesmühlener Fahrschullehrer Thomas Krohn. Wenn schon Tempo 70, dann nur in Höhe des Abzweigs Groß Pravtshagen, so Krohn. Inzwischen habe der Fahrschullehrer das Gefühl, dass in diesem Landkreis mit Verkehrsschildern nur so um sich geschmissen werde.

Die neue Tempo-70-Zone inklusive Radarfalle löst auch bei Taxifahrern Kopfschütteln aus. Wolfgang Rienas zeigt kein Verständnis für die Maßnahme. Der Grevesmühlener mutmaßt: "Irgendwann gilt wohl noch komplett 20 km/h in Grevesmühlen."

Nach Angaben der Polizeiinspektion Wismar hat der Landkreis Nordwestmecklenburg die Geschwindigkeitsreduzierung dort angeordnet. Auf der Strecke habe es zuvor im Frühjahr einen Unfall mit einem Transporter gegeben. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt.

Der Landkreis weist die Kritik an einer Abzocke von Autofahrern zurück. Er begründet die Temporeduzierung mit einem kreuzenden Radweg ohne jegliche Sicherung für Radfahrer. Darüber hinaus hätten Autofahrer regelmäßig Schwierigkeiten beim Auffahren auf die Landesstraße 03. "Am Abzweig nach Groß Pravtshagen ereigneten sich zudem mehrere Unfälle, da wartende Kraftfahrer zum Abbiegen auf der LO3 hielten, nachfolgender Verkehr fuhr auf, da die Anhaltesichtweite wegen der Kuppe zum Bremsen aus 100 km/h nicht ausreichte", erklärte eine Sprecherin des Landkreises.

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