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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 00:07 Uhr

Gadebusch : Neue Wohnungen mit Fernblick

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Wohnungsgenossenschaft investiert 1,3 Millionen Euro

von
erstellt am 09.Okt.2014 | 00:44 Uhr

Bauplatz Gadebusch: In der Erich-Weinert-Straße entsteht bis zum Sommer kommenden Jahres ein Neubau der Gadebuscher Wohnungsgenossenschaft, kurz GWG eG. „Zehn Wohnungen vom Erdgeschoss bis zweiten Obergeschoss werden nach den modernsten Richtlinien gebaut“, sagt Kerstin Flägel, Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft.

Mit rund 1,3 Millionen Euro will das Unternehmen einen für sich entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft gehen, Gadebusch attraktiv gestalten – moderne und den heutigen Bedürfnissen angepasste Mietwohnungen vorhalten. Eine Notwendigkeit, um in Zukunft zu bestehen. „Wie sich der Bedarf am Standort entwickelt, das wird sich zeigen“, sagt Vorstandsmitglied Edwin Eichler.

Das neue Gebäude zwischen Agnes-Karll-Straße und dem Wohnhaus aus den 1970er-Jahren richtet sich in jedem Fall am Bedarf älterer Bürger als auch Paare mittleren Alters aus. So bewegen sich die Wohnungsgrößen zwischen 63 und 87 Quadratmetern. Fahrstuhl und Balkone sind Bestandteil. Die drei Wohnungen im Obergeschoss erhalten jeweils eine Terrasse. „Die beiden größeren Wohneinheiten sind behindertengerecht gestaltet“, sagt Flägel. Insbesondere Rollstuhlfahrer erhalten durch eine etwas großzügigere Raumaufteilung mehr Bewegungsfreiheit. Bis Jahresende erfolgt laut Plan die Fertigstellung des Rohbaus, im Sommer 2015 der Bezug des neuen Hauses.

Trotz leicht rückläufiger Einwohnerzahlen in Gadebusch sehen Flägel und Eichler die Investitionen als wichtigen Beitrag zur Sicherung des Standortes Gadebusch. Immerhin zeige die eigene Marktanalyse wie sich Wünsche entwickeln. Das Ergebnis wird sichtbar: „Sieben der zehn neuen Wohnungen sind vergeben. Drei stehen noch zur Auswahl“, sagt Flägel.

Der Neubau auf der Freifläche gilt als ein Grundstein für die Ausrichtung der Genossenschaft. Mit 588 Wohnungen zwischen Scheibenberg, Puschkinstraße, Erich-Weiner-Straße und Rosa-Luxemburg-Straße verfügt die GWG über einen bedeutenden Anteil von Mietwohnungen an der Radegast. Diese erhalten in den kommenden Jahren ein aufgelockertes und mit neuen Sichtachsen versehendes Umfeld. Das geschieht durch Rückbau und Umgestaltung der Grünflächen. Konkret geht es in einem ersten Schritt um das mittlere Wohnhaus in der Erich-Weinert-Straße 16-30. Aus diesem Wohnblock werden in einem ersten Schritt 2015 zwei kleinere Häuser. „Acht Wohneinheiten werden herausgenommen“, sagt Eichler. Das betrifft den Aufgang Nummer 20. Im Jahr darauf erfolgt der Rückbau von Aufgang Nummer 26. Im Ergebnis bleiben drei kleinere Wohnhäuser.

Zuvor muss das Bauamt des Landkreises die Statik prüfen. Folglich wartet die GWG auf Antwort aus Grevesmühlen. Finanzielle Unterstützung wird es möglicherweise aus dem Landestopf geben. „Wir rechnen gemäß der Landesrichtlinien mit 100 Euro je Quadratmeter Wohnfläche“, so Flägel.

Die relevanten Unterlagen liegen seit Ende 2013 beim Land. Gadebuschs Bauamtsleiterin Rommy Elßner rechnet mit einer Freigabe und einem Start des Rückbaus in 2015. „Im Januar werden wir den Antrag zum vorzeitigen Maßnahmebeginn stellen“, sagt Elßner. Die Landesförderung laufe bis 2016. Damit steigen die Chancen, dass die GWG ihr Konzept in Gänze und somit für alle drei Häuser umsetzen kann.


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