Gadebusch : Neue Schilder warnen "Fremdangler"

<strong>Der Vorsitzende des Gadebuscher</strong> Sportfischervereins, Edwin Gensch, weist auf die zahlreichen Schilder rund um den Preister Dieck und die Ellerbäk hin. <foto>Maik Freitag</foto>
Der Vorsitzende des Gadebuscher Sportfischervereins, Edwin Gensch, weist auf die zahlreichen Schilder rund um den Preister Dieck und die Ellerbäk hin. Maik Freitag

Der Gadebuscher Angelverein reagiert jetzt auf die Beangelung der selbst gepachteten Gewässer. Ab sofort dürfen Angler anderer Vereine nur noch gegen Bezahlung an die Ellerbäk und den Preister Diek fischen.

svz.de von
26. März 2013, 10:47 Uhr

Gadebusch | Der Gadebuscher Angelverein reagierte jetzt auf die zunehmende Beangelung der selbst gepachteten Gewässer durch Hobbyfischer, die nicht dem eigenen Verein angehören. Ab sofort darf die Ellerbäk und der Preister Dieck, beide Gewässer liegen an der Kreisstraße Richtung Wakenstädt, nicht mehr mit der Angelberechtigung des Landesangelverbandes Mecklenburg-Vorpommern beangelt werden. Große und in einer Vielzahl aufgestellte Schilder weisen mögliche Interessenten darauf hin. "Wir möchten unseren eigenen, gut 100 Mitgliedern, genügend Möglichkeiten geben, sich hier wohl zu fühlen. Viele leisten ihre jährlichen Pflichtarbeitsstunden und sollen auch vom Fischbestand hier als erstes profitieren", erklärte Edwin Gensch, Vorsitzender des Gadebuscher Vereins. Der Neue Teich an der Jarmstorfer Straße, der Burgsee und die Radegast bleiben von dieser Regelung ausgenommen.

Gensch ist unter anderem auch das Verhalten von Anglern aus anderen Vereinen ein Dorn im Auge. "Die kaufen sich irgendwo eine Berechtigungskarte und dürfen damit an allen Gewässern des Landesverbandes angeln. Stunden müssen sie nicht leisten. Und wenn man sich dann von diesen Leuten auch noch dumm kommen lassen muss, müssen wir reagieren", ärgert sich der Wakenstädter. Zugleich räumt der Vereinschef Gästen und Urlaubern allerdings die Möglichkeit ein, sich eine Tages-, Wochen- oder Monatskarte zu kaufen. Auch die Landesangelberechtigungskarte kann weiterhin im Verein bezogen werden. "Karten kann man bei mir oder beim Gadebuscher Ordnungsamt kaufen", erklärt Edwin Gensch, der unter 03886-711615 telefonisch zu erreichen ist.

Gleichzeitig hofft der Wakenstädter auf eine Gesetzesänderung durch die Landesregierung zum Sommer. "Wir möchten, dass ein Fischereischein für Kinder bis 14 Jahre keine Pflicht mehr ist. Für 16 Euro können die Kinder von Mitgliedern dann bei uns einfach so mitangeln", erklärt der Vorsitzende und macht gleichzeitig auf Änderungen im Bezug auf Mindestmaße und Fangbegrenzung aufmerksam. So müssen Schleie 25 cm, Karpfen 50 cm, Hechte 55 cm und Aale 50 cm groß sein, bevor sie mit nach Hause genommen werden dürfen. Außerdem ist es nicht gestattet, mehr als drei Fische pro Angeltag mit zu nehmen.

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