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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

17. August 2017 | 01:36 Uhr

Landratswahl : Neue Runde im Kandidaten-Poker

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Piraten nehmen Kurs aufs Landratsamt / Drei SPD-Kandidaten starten Bewerbungs-Marathon / CDU und Linke halten sich bedeckt

Erstmals in der Geschichte des Landkreises Nordwestmecklenburg will die Piratenpartei einen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin in die Landratswahl schicken. Das kündigt der Rehnaer Dennis Klüver gegenüber der SVZ an: „Wir hatten uns während des letzten Piraten-Stammtisches in Wismar von den Mitgliedern ein Meinungsbild eingeholt. Es waren alle für einen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin für die Landratswahl.“ Die Frage, ob Dennis Klüver selbst seinen Hut in den Ring werfen wolle, beantwortet der Rehnaer mit diesen Worten: „Wenn es den Piraten und deren Zielen nützt, kann ich mir das vorstellen.“ Am 16. Februar wollen die Piraten die Kandidatenfrage in Schwerin klären.

Ein Bewerber-Marathon steht drei SPD-Mitgliedern in Nordwestmecklenburg bevor: dem Selmsdorfer Kreistagspräsidenten Christian Albeck, der Lüdersdorfer Sonderpädagogin Elisabeth Graf und der stellvertretenden Landrätin Kerstin Weiss. Auch sie wollen Kandidat bzw. Kandidatin für die Landratswahl am 25. Mai werden, müssen sich zuvor aber gemeinsam in sechs bis sieben SPD-Ortsvereinen vorstellen. „Das geht in der nächsten Woche los und endet am 22. Januar. Ich bin froh, dass wir gleich drei Kandidaten und somit Alternativen haben“, erklärt der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Tilo Gundlack. Wer von diesen Dreien das SPD-interne Rennen gewinnt, entscheidet die Basis am 24. Januar.

Erstmals seit Jahren will auch die Partei Die Linke wieder einen Kandidaten für die Landratswahl in Nordwestmecklenburg stellen. „Wir werden eine echte Linke Alternative in den Kampf um das Amt des Landrates schicken, aber wir stellen im Gegensatz zu anderen erst dann einen Kandidaten bzw. eine Kandidatin vor, wenn wir uns als Partei auf eine Person verständigt haben“, betont der stellvertretende Kreisvorsitzende Roland Kargel. Dazu gehöre dann auch ein Team in der zukünftigen Kreistagsfraktion, das an einem Strang ziehe und gemeinsam die sozialen linken Inhalte umsetzen wolle. Nach SVZ-Informationen wird die Landtagsabgeordnete Simone Oldenburg definitiv nicht kandidieren.

Gespräche mit potenziellen Kandidaten führt derzeit auch die CDU-Nordwestmecklenburg. Klar ist bislang nur: Der CDU-Landratskandidat von 2011, Prof. Dr. Erhard Huzel, wird nicht erneut zur Wahl antreten. Auch der Kreistags-Fraktionschef der Christdemokraten Thomas Grote schließt eine Kandidatur aus. „Ich bleibe gerne Fraktionsvorsitzender“, stellt Grote klar. „Wir werden aber einen guten Kandidaten oder Kandidatin am 29. Januar nominieren“, so Grote weiter.

Die Landratswahl in Nordwestmecklenburg ist notwendig, da die bisherige Amtsinhaberin Birgit Hesse nach Schwerin wechselt. Dort soll sie am 14. Januar als Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales im Landtag von Schwerin vereidigt werden. „Birgit Hesse ist mit 38 Jahren noch jung, bringt aber schon jede Menge Erfahrung mit. Sie hat als Landrätin im Landkreis Nordwestmecklenburg hervorragende Arbeit geleistet. Sie versteht es, auf Menschen zuzugehen, Sorgen aufzunehmen und für ihre Ideen Unterstützung zu finden“, so Ministerpräsident Erwin Sellering.

Die Landratswahl soll mit der EU- und Kommunalwahl am 25. Mai kombiniert werden. An jenem Sonntag werden neben dem Europäischen Parlament auch der neue Kreistag, die
Gemeindevertretungen und die ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt.


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erstellt am 10.Jan.2014 | 00:00 Uhr

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