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Gadebusch : Neue „Rathus-Klock“ verschönert Jarmstorf

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Einwohner machen ihren Ortsteil ein Stück weit liebenswerter

von
erstellt am 23.Okt.2014 | 23:33 Uhr

Plietsche Einwohner von Jarmstorf haben in ihrem kleinen Ort für einen neuen Hingucker gesorgt. Dabei handelt es sich um eine etwa zehn Kilo schwere Klock, die gestern um exakt 10.19 Uhr an einem Fachwerkgebäude installiert wurde. Schätzungsweise zehn Kilo ist die Uhr schwer. Sie ist 90 Zentimeter breit und 80 Zentimeter hoch. Auf dem Gehäuse der Uhr ist neben Gadebusch und Jarmstorf auch das Wort Piesack zu lesen.

Letztere Bezeichnung könnte für Verwirrung sorgen, denn ein Herr Piesack wohnt in Jarmstorf eigentlich nicht. Aber: „Vor Jahrzehnten hatte es hier in Jarmstorf einen Unternehmer gegeben, der seine Angestellten ziemlich gepiesackt haben soll. Das sollte nicht in Vergessenheit geraten“, sagt Klaus Ortmann, der selbsternannte Bürgermeister von Jarmstorf. Denn die Sticheleien hätten damals auch dazu geführt, dass Jarmstorfer als Piesacker bezeichnet worden seien.

Dabei sind Jarmstorfer von Hause aus friedfertige Leute. Hilfsbereit sind sie ohnehin. So verschönern sie Jahr für Jahr diesen Gadebuscher Ortsteil oder kümmern sich darum, dass an einer Bushaltestelle eine Sitzgelegenheit geschaffen wird. Außerdem stellten sie eine Holzmichel-Figur auf, die Raser an die maximale Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h erinnern soll.

Dass es nun auch eine „Rathus-Klock“ in Jarmstorf gibt, regt den eigentlichen Bürgermeister von Gadebusch übrigens keineswegs auf. Stadtoberhaupt Ulrich Howest persönlich gab grünes Licht für die Installation der grün-weißen Uhr.

Möglicherweise kommt die Uhr einigen Gadebuschern bekannt vor. Denn zu sehen war sie einst an der Industriestraße. „Das Unternehmen Elektro-Arndt hat uns diese Uhr dankenswerterweise überlassen. Karl-Heinz Schmeichel aus Lützow sponserte uns dann die farbliche Neugestaltung der Uhr inklusive neuer Schriftzüge“, sagt Klaus Ortmann. Nach seinen Angaben werden auch die Stromkosten für die elektrisch betriebene Uhr gesponsert – von einem Jarmstorfer.

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