Zarrentin : Neue Perspektiven vom Schaalsee

Thomas Baeter bei der Installation  und dem Probelauf der neuen Technik im Pahlhuus.  Fotos: volker bohlmann
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Thomas Baeter bei der Installation und dem Probelauf der neuen Technik im Pahlhuus. Fotos: volker bohlmann

Pahlhuus Zarrentin eröffnet mit neuer Ausstellung am 5. April. Biosphäre-Pad mit Infos für Besucher künftig auch in Schlagsdorf

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07. März 2014, 00:00 Uhr

„Oh, da hat es geruckelt“ - Thomas Baeter ist Videospezialist und hat ein feines Gespür für Filme und multimediale Auftritte. Aktuell beteiligt er sich im Pahlhuus Zarrentin an einem komplett neuen Auftritt des Unesco Biosphärenreservat Schaalsee, an der neuen Ausstellung im Informationszentrum und Anlaufpunkt für Touristen.

Die neuen Bilder zeigen die Region aus der Luft, am Boden und unter Wasser. Erste Sequenzen lassen sich beim Rundgang über die Baustelle erhaschen. Ab 5. April kann die Öffentlichkeit das neu gestaltete Ausstellungszentrum besuchen. Bis dahin stimmt Baeter Technik und Aufnahmen aufeinander ab. Feinjustage für den großen Auftritt.

Klaus Jarmatz, Leiter des Amtes für das Biosphärenreservat Schaalsee ist jedenfalls erfreut: „Nach der Eröffnung des Pahlhuuses 1998 erhalten wir die dritte Ausstellung.“ Für rund 300 000 Euro entsteht diese in Kooperation mit dem Unternehmen mpg Erlebnisraum Hamburg und der Moritz-Video Schwerin. „Wir überarbeiten das komplette Ausstellungsprogramm und wollen einen ganz neuen Blick auf das Biosphärenreservat Schaalsee ermöglichen“, sagt Jarmatz.

Der Titel „BioSphärenReservat“ wird Programm. Drei Begriffe sind enthalten: Bios für Leben; Sphäre für Raum; Reservat für Bewahren.“ Die Besucher dürfen sich auf umfangreiche neu aufbereitete Informationen, die Begegnung mit einem Astronauten, den Tunnel des Lebens und auf ein digitales Bilderbuch freuen. Kinder können vertrauten Symbolen wie dem Frosch durch die Ausstellung folgen.

Mit der Neugestaltung des zentralen Ausstellungshauses werde das Amt den zahlreichen Wünschen der Besucher Rechnung tragen, meint Jarmatz. Allein im vergangenen Jahr besuchten laut Amt 37 690 Gäste das Haus, nahmen mehr als 6000 Kinder Angebote wie Puppentheater, Exkursionen und Bildungsveranstaltungen wahr. Besucher kamen aus Russland, China, Korea, Skandinavien und vor allem aus der Metropolregion Hamburg, darunter Lübeck, Schwerin und Wismar.

Völlig überarbeitet wird ebenso der Vorraum mit Empfangstresen. Das bedeutet mehr Platz für Regionalanbieter aus Westmecklenburg und Dienstleistungen am Besucher. „Dazu gehören ein Kaffeeautomat als auch das Biosphäre-Pad“, sagt Elke Dornblut vom Biosphärenamt. Während es beim Kaffee um ein Zusatzangebot außerhalb der Konkurrenz zur Gastronomie geht, handelt es sich beim Biosphäre-Pad um eine zukunftsweisende Besucherführung. Mit moderner Elektronik werden erstmals alle vier Tore ins westliche Mecklenburg miteinander verknüpft sein. „Im April 2013 gab es für das neue Informationssystem den Probelauf auf der Festung in Dömitz. Unser Ziel ist die Vernetzung zwischen Dömitz, Boizenburg, Zarrentin und dem Grenzhus in Schlagsdorf. Alle vier Einrichtungen haben ein Alleinstellungsmerkmal. Der Besucher kann sich im neuen System darüber informieren und seine Touren planen“, so Jarmatz. Noch im April ist die Installation des Biosphäre-Pads in Schlagsdorf geplant. Ein Projekt, das die neuen Verbindungen zwischen dem Biosphärenreservat Schaalsee und Flusslandschaft Elbe verdeutlicht und zum Längerbleiben ermutigen soll. Ausflugstipps nach Gadebusch und Rehna sind inklusive. Somit ist Platz für die Schwedenschlacht und Ereignisse rund um das Jahr 1712.

Die Finanzierung der neuen Ausstellung erfolgt mit Unterstützung durch die Bundesstiftung Umwelt, der Stiftung Biosphäre Schaalsee, Unternehmen wie Wesergold, Cemex, der Sparkasse und der Hanns R. Neumann Stiftung und des Landes Mecklenburg-Vorpommern.


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