Klimaschutz : Neue Lichtertechnik für die Dörfer

Im Gottesgabener Ortsteil Rosenhagen will die Gemeinde als erstes alte Lampenköpfe gegen neue LED-Technik austauchen.
Im Gottesgabener Ortsteil Rosenhagen will die Gemeinde als erstes alte Lampenköpfe gegen neue LED-Technik austauchen.

Gemeinde Gottesgabe will Geld einsparen und neue LED-Lampen in Rosenhagen installieren

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20. Januar 2016, 23:56 Uhr

Die energiesparende LED-Technik ist in Nordwestmecklenburg weiter auf dem Vormarsch. Nachdem Städte wie Grevesmühlen oder Gemeinden wie Elmenhorst ihre alten Straßenlampen gegen neue tauschten, will nun auch die Gemeinde Gottesgabe auf die LED-Technik setzen. Das kündigte gestern Bürgermeisterin Bärbel Jürß gegenüber der SVZ an.

Nach ihren Angaben soll in diesem Jahr mit dem Ortsteil Rosenhagen begonnen werden. Rund 30 000 Euro Gesamtkosten seien dafür im Haushaltsentwurf veranschlagt worden. Darin noch nicht enthalten sind erhoffte Fördermittel des Landes MV. „Wir können nämlich nur dann bauen, wenn wir Fördermittel erhalten und der finanzielle Eigenanteil der Gemeinde dadurch sinkt“, sagt Bärbel Jürß. Langfristiges Ziel sei es, in allen Ortsteilen die neue LED-Technik zu installieren. Durch die geplante Investition will die Kommune langfristig Energie- und Reparaturkosten sparen. Denn in der Gemeinde gab es zuletzt zahlreiche Probleme mit der Straßenbeleuchtung.

Nicht nur Rosenhagen, sondern auch die Stadt Gadebusch setzt auf das Thema LED. So soll im Zuge von Straßensanierungen gleich die neue Lichttechnik installiert werden, um Kosten zu sparen. Das kündigte gestern auch Bürgermeister Ulrich Howest an. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist die Sanierung der Roggendorfer Chaussee, wo künftig neue LED-Technik zum Einsatz kommen wird.

Dass sich der Umstieg auf die neue Technologie lohnt, beweist die Gemeinde Dalberg. Sie rüstete im vergangenen Jahr auch dank Fördermitteln die Straßenbeleuchtung um. Durch den Einsatz der LED-Leuchten sollen dort pro Jahr mehr als 14 000 Kilowattstunden Strom eingespart werden. Da auch weniger Reparaturkosten anfallen, rechnet die Gemeinde mit rund 3500 Euro Einsparungen pro Jahr.

Die Chance, Fördermittel zu erhalten, ist in MV offenbar hoch. So stehen für den Zeitraum 2014-2020 insgesamt 60 Millionen Euro zur Umsetzung von Klimaschutz-Projekten zur Verfügung, wie das Schweriner Energieministerium informierte. Mit den verfügbaren Mitteln könne unter anderem LED gefördert werden.

Davon Gebrauch machte im vergangenen Jahr beispielsweise die Insel Poel (50 000 Euro Förderung), die Gemeinde Gägelow (57 000 Euro) und die Kommune Kalkhorst (147 800 Euro).

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