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Gadebuschs Präsenz im Netz : Neue Internetseiten für Münzstadt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Stadtvertreter fordert von der Verwaltung ein Konzept für den Auftritt der Münzstadt im weltweit umspannenden Netz

svz.de von
erstellt am 24.Feb.2017 | 05:00 Uhr

„Unterirdisch. Katastrophe. Rückständig.“ Klaus Leuchtemann greift in die Kiste der Superlative, wenn es um die Beschreibung des Internetauftritts der Stadt Gadebusch aus seiner Sicht geht. Seit 15 Jahren hätte sich da nichts mehr geändert. Auch, dass zwischen Stadt und Amt auf den Internetseiten der Münzstadt nicht unterschieden werde, wurmt den Hotelier. Und als Vorsitzender des Gadebuscher Kulturausschusses droht er: „Die Verwaltung muss ein neues Konzept für den Internetauftritt der Stadt erarbeiten. Sonst machen wir das selbst.“

Und tatsächlich: Bei einem intensiveren Blick auf den weltweiten Auftritt der Stadt Gadebusch wird schnell klar, was Leuchtemann zu seiner harschen Kritik antreibt. Zwar findet der Internetnutzer auf Anhieb diverse Informationen aus der Verwaltung, doch dann wird es auch schnell finster. Das kulturelle Leben müsste sich demnach bereits vor Jahren aus der Münzstadt verabschiedet haben. Hinweise auf das Frühlingskonzert des Gadebuscher Blasorchesters im Jahr 2015, das Stepenitztalfest in Mühlen Eichsen vor nunmehr bereits drei Jahren, Maibaumaufstellen und Weihnachtsmarkt 2011 oder aber Kindertag im Jahr 2010. Auch das Münzfest als größte Veranstaltung in Gadebusch hat demnach vor sieben Jahren das letzte Mal stattgefunden. Und das in Tagen, in denen ein aktueller Veranstaltungskalender mit mehr als 80 Kulturveranstaltungen in Druck geht. Aktualität sieht irgendwie anders aus.

Und auch die Optik kommt irgendwie altbacken daher. Grüne Schrift auf hellgrünem Grund erzeugt tränende Augen. Schlimmer noch: Wiederkehrende Gebäudeansichten ohne Menschen weisen den Weg in eine Stadt ohne Leben. Das kann so nicht gewollt sein.

Und ist es wohl auch nicht. „Eine Modernisierung des Internetauftritts ist in Sicht“, sagt Matthias Jankowski. Im Rahmen eines gemeinsamen Ausschreibungsprojektes u.a. mehrerer Ämter sollen nach Aussage des Leitenden Verwaltungsbeamten auch die Gadebuscher Internetseiten eine entsprechende Frischzellenkur erhalten.

Benachbarte Ämter sind den Gadebuschern bereits einen Schritt voraus. Lützow-Lübstorf ging vor einem Jahr mit einem modernen Internetauftritt ins Netz, Rehnas Seiten sind in Überarbeitung. Aber immerhin: Eines hat Gadebusch den beiden Ämtern voraus: Der Versuch der Mehrsprachigkeit der Präsentation im Internet – und das ist durchaus keine Selbstverständlichkeit – ist in Ansätzen vorhanden und eine Kamera sendet Live-Bilder vom Marktplatz.

 

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