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Nordwestmecklenburg : Neue Bustarife vorerst nicht in Sicht

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Wirtschaftsausschuss des Kreistages plädiert für Wechsel erst zum nächsten Schuljahr: Bis dahin sichere Daten sammeln

Die Ampel für den Start neuer und zum Teil günstigerer Busfahrpreise in Nordwestmecklenburg bleibt vorerst auf Rot. So sprachen sich die Mitglieder des Wirtschafts-Ausschusses dafür aus, keinen Schnellschuss zu wagen. Sie plädieren stattdessen für die Einführung neuer Preise spätestens zum Start des neuen Schuljahres 2017. Vom Tisch wäre somit der Plan, die neuen Tarifanpassungen zu Beginn der neuen Bädersaison am 25. Mai 2017 einzuführen. Der Kreistag muss darüber noch befinden.

Begründet wurde dieser Vorstoß unter anderem damit, dass für die Berechnung des neue Tarifwerkes zunächst ein solides Datenpaket geschnürt werden soll. Es soll Verkaufs- und Vertriebsdaten, Erfahrungswerte, Schülerzahl-Prognosen und weitere Daten aus 2016 enthalten. Geplant sind zudem Experten-Workshops.

Jörg Lettau, Geschäftsführer des kreiseigenen Unternehmens Nahbus, betonte erneut die Wichtigkeit einer belastbaren Datenbasis für den gesamten Landkreis, wofür Zeit benötigt werde. Dafür plädiert auch der SPD-Fraktionschef Wolfgang Glaner. Denn er wolle einen Fehler nicht zweimal begehen: Vor der Einführung des neuen ÖPNV habe man sich was einreden lassen und auf Prognosen vertraut. Das sei ein Riesenfehler gewesen. Jetzt gehe es darum, alle am ÖPNV Beteiligten an einen Tisch zu holen und die Karten offen zu legen. „Dann können wir einen vernünftigen Fahrplan und Tarif auf die Beine stellen. Wir sollten dabei keinen Schnellstart machen und uns nicht unbedingt von der Zeit treiben lassen“, sagt Wolfgang Glaner. Ähnlich sieht das Dr. Roland Finke vom Landkreis Nordwestmecklenburg. Er warnte davor, alle „Nase lang“ das Tarifsystem ändern zu wollen. Stattdessen müsse diese eine angestrebte Änderung sitzen. Für Fahrgäste könnte dies möglicherweise günstigere Fahrscheinpreise auf Kurzstrecken bedeuten.

Nach Angaben von Landrätin Kerstin Weiss (SPD), soll ein externes Beratungsbüro die Analyse und Detailplanung des neuen Zonentarifs durchführen. Zudem soll eine Plausibilitäsprüfung durch Rückkopplung mit regionalen Experten garantieren, dass grobe Fehleinschätzungen ausgeschlossen werden. „Als Teil des neuen Tarifs soll auch ein Sozialticket entwickelt werden“, so die Landrätin.

 

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erstellt am 20.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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