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Thandorf : Neue Bürgersteige auf der Wunschliste

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

„Drei Wünsche für die Gemeinde“ – Einwohner von Thandorf haben Vorschläge, wie es sich im Dorf noch besser leben lassen könnte

So viel vorab: Bei der Thandorfer Aktion „Drei Wünsche für die Gemeinde“ blieben ganz skurrile Vorschläge aus. „Einen Flugplatz oder eine Autobahnanschlussstelle hat sich keiner gewünscht“, sagt Wolfgang Reetz. Die, die mitgemacht hätten, so der Bürgermeister und Gemeindevertreter, haben sich ernsthaft mit der Aktion beschäftigt. „Und die Aktion war durchaus erfolgreich“, so Reetz.

Was kann gemacht werden, damit es sich in Thandorf noch besser leben lässt: Mit dieser Intention wurden zwei Wochen vor Weihnachten alle Einwohner Thandorfs von der Gemeindevertretung persönlich angeschrieben, um ihre Vorschläge, Ideen oder Anregungen auf einen Wunschzettel zu schreiben. Die sieben Gemeindevertreter verteilten über 160 Briefe. „Der Rücklauf war mit 54 Zetteln sehr gut. 25 Prozent hatten wir uns erhofft, 35 Prozent sind es geworden“. Eigentlich seien es aber, so Reetz, noch mehr, da aus Haushalten mit mehreren angeschrieben Personen nur ein gemeinsam ausgefüllter Zettel zurück gekommen sei.

Marode Bürgersteige – bei einer ersten Sichtung der eingegangenen Bürgerpost stellten die Initiatoren dieser Aktion fest, dass gerade dieses Thema die Menschen in Thandorf beschäftigt. „Die Fußgängerwege sind noch aus DDR-Zeiten. Einige wurden zwar mal geflickt, doch der Zustand der Bordsteine allgemein ist wirklich sehr schlecht“, weiß Reetz. Dieses Problem wollen die Gemeindevertreter jetzt intensiv vorbesprechen. Alle Vorschläge will die Dorfvertretung erfassen, dann überlegen, wie sie im einzelnen verfolgt und eventuell auch umgesetzt werden können. Reetz: „Im Falle der Bürgersteige wäre es eine Überlegung, Rücklagen zu schaffen, um die maroden Bordsteine Stück für Stück zu sanieren.“ Senioren- und plattdeutsche Abende, eine Tischtennisplatte für Jugendliche am Dorfteich – auch das gehört zu den Vorschlägen der Bürger. Auf ihrer Wunschliste steht auch, die Geschwindigkeitsproblematik im Dorf zu lösen. „Durch Thandorf fahren immer wieder landwirtschaftliche Fahrzeuge, die viel zu schnell unterwegs sind“, sagt Wolfgang Reetz.

Wenn am 31. März die Einwohnerversammlung stattfinden wird, dann wollen sich die Gemeindevertreter gemeinsam mit den Thandorfern über das unterhalten, was machbar ist. In einzelnen Projekten könnten dann die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden.

„Drei Wünsche für die Gemeinde“ – die Thandorfer sind auf den Geschmack gekommen. Doch ein Wunsch bleibt wohl unerfüllt: „Es ist eher unwahrscheinlich, dass es in Thandorf mal ein Fast-Food-Restaurant geben wird.“

 

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erstellt am 22.Jan.2014 | 00:00 Uhr

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