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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

17. Dezember 2017 | 20:39 Uhr

Streit : Nesower lehnen Gutshaus-Verkauf ab

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Das Gebäude soll in kommunaler Hand bleiben / Bewohner fürchten Mietpreisexplosion nach Privatisierung

von
erstellt am 13.Sep.2014 | 00:55 Uhr

Das ehemalige Gutshaus in Nesow bleibt vorerst in kommunaler Hand. Darauf verständigten sich Stadtvertreter in Rehna. Zuvor waren Pläne bekannt geworden, das Gebäude möglicherweise zu verkaufen. Daraufhin hagelte es Kritik.

„Wir sind strikt dagegen, dass es verkauft wird“, erklärt Stadtvertreter Wolfgang Illgen auf SVZ-Anfrage. Illgen, einst Bürgermeister der Gemeinde Nesow bis zur Fusion mit Rehna, begründet sein Nein u. a. mit einer sanierten Heizungsanlage und den im Frühjahr dieses Jahres sanierten Gemeinderäumen. Darüber hinaus würden die Unterhaltungskosten für das Gebäude durch Mieteinnahmen gedeckt.

Insbesondere die Bewohner des Gutshauses – vier Mieter – hatten Angst, dass sie sich künftig eine neue Bleibe suchen müssten. Dann nämlich, wenn es Mieterhöhungen nach einem Verkauf gegeben hätte. „Das steht jetzt nicht mehr zur Debatte“, so Illgen weiter.

Das Gutshaus war jahrelang im Besitz der Gemeinde Nesow. Es ging im Zuge der Gemeindefusion in den Immobilienbestand der Stadt Rehna über. Danach gab es Überlegungen, das Gebäude zu veräußern, da eine Komplettsanierung etwa 700 000 Euro kosten soll.

Im Fusionsvertrag taucht ein derartiger Verkaufsplan nicht auf. Und genau darauf – auf die Einhaltung des Vertragswerkes – pochen derzeit Kommunalpolitiker wie Wolfgang Illgen.

Gegen den geplanten Verkauf macht sich auch der Stadtvertreter Martin Reininghaus stark: „Es gibt keine Veranlassung, über einen Verkauf nachzudenken. Stattdessen wird Vertrauen in die Kommunalpolitik verspielt, wenn wenige Monate nach der Fusion dieses Nesower Thema mit als Erstes auf die Tagesordnung kommt.“

Bewegung kommt in ein anderes Bauvorhaben. So sollen nach dem Willen der Stadtvertretung die Planung für das Brützkower Baugebiet „Othensdorfer Chaussee“ wieder aufgenommen werden. Mit dem B-Plan will die Stadt die Voraussetzung für eine ausgewogene und verträgliche Nachnutzung der ehemals mit einem Wohnblock und Garagen bebauten Flächen erreichen. Dafür notwendig ist ein Lärmschutzgutachten, da sich dort Berge- und Lagerhallen eines Agrarunternehmens befinden.

Sowohl das Gutachten als auch die weitere Planung und Umsetzung des Bebauungsplanes soll nun über eine Kreditaufnahme finanziert werden.

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