Nordwestmecklenburg : Nebenverdienst im Nahverkehr

Einen besseren Service sollen Busfahrgäste in Nordwestmecklenburg erhalten.
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Einen besseren Service sollen Busfahrgäste in Nordwestmecklenburg erhalten.

Für den so genannten Anrufbus-Service sucht die Nahbus GmbH auch Privatpersonen als Partner

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18. November 2015, 17:24 Uhr

Sie besitzen einen eigenen Pkw, sind gesundheitlich fit, haben viel Zeit und darüber hinaus Lust, neue Menschen kennenzulernen? Dann bewerben Sie sich doch einfach bei der Nahbus Nordwestmecklenburg GmbH als Fahrer für den neuen Anrufbus-Service! Das ist kein Scherz. Tatsächlich setzt das kommunale Busunternehmen bei der Umsetzung dieser ab Januar angebotenen Dienstleistung unter anderem auch auf die Zusammenarbeit mit Privatpersonen.

Mit den so genannten Anrufbussen sollen Fahrgäste mit kleinen Fahrzeugen aus entlegenen Ortschaften an die Hauptachsen des Öffentlichen Personennahverkehrs gebracht werden. Teure Leerfahrten der großen Busse sollen somit vermieden werden. „Reich wird man damit nicht“, sagt Jörg Lettau. Ein kleiner Zuverdienst springe aber schon heraus, so der Nahbus-Geschäftsführer. Die genaue Höhe des Honorars sei unter anderem abhängig von den gefahrenen Kilometern und dem Sektor, in dem die Fahrten geleistet werden. „Für mich ist es gut vorstellbar, dass sich auch der eine oder andere rüstige Rentner für diesen neuen Service gern zur Verfügung stellt“, so Lettau.

Doch wie funktioniert das Ganze in der Praxis? „Interessenten müssten den so genannten kleinen KOM-Schein beantragen. Dieser beinhaltet im Wesentlichen ärztliche Atteste und muss alle fünf Jahre erneuert werden“, sagt Nahbus-Fahrdienstleiter Volker Wittke. Darüber hinaus müsse ein eigenes Fahrzeug vorhanden sein, das abweichend vom Normalfall jährlich einer Hauptuntersuchung unterzogen werden muss. Die dafür entstehenden Kosten müsse der Interessent selbst tragen.

Die technischen und organisatorischen Voraussetzungen indes werden von Nahbus geschaffen. So wird ein Handy gestellt, auf dem die Fahrtwünsche auflaufen, in individueller Absprache ein Bereitschaftsdienst erstellt und auch bei Behördengängen Unterstützung zugesagt. „Wenn es notwendig ist, stehen wir den Bewerbern auch bei einer Anmeldung des Gewerbescheines beratend zur Seite“, sagt Volker Wittke.

Bei Taxi-Unternehmen, die ja über Erfahrung in der Personenbeförderung verfügen und die sich ebenfalls um die Anrufbus-Dienstleistung bewerben könnten, sei dies natürlich gar nicht erst notwendig. „So werden wir in Gadebusch beispielsweise auch an Herrn Flaegel von Flaegel Reisen herantreten, ob er Interesse an einer Zusammenarbeit hat“, sagt Jörg Lettau.

Private Bewerber können sich über die kostenlose Rufnummer 0800-6346287 konkrete Informationen zum Anrufbus-Nebenerwerb einholen.

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