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Westmecklenburg : Nahverkehr soll verbessert werden

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Neue Fahrpläne, neue Linien und reichlich Kritik: Kommunalpolitiker fordern Bestandsaufnahme von Schwachstellen beim Busverkehr.

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erstellt am 03.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Seit knapp fünf Wochen rollen die Busse des Öffentlichen Personennahverkehrs auf neuen Linien, nach neuen Fahrplänen und zu neuen Fahrpreisen durch den Nordwesten. Bei so viel Neuem ist es nur allzu logisch, dass es viel Kritik, aber auch nützliche Hinweise seitens der Fahrgäste an die für den ÖPNV verantwortliche Nahbus Nordwestmecklenburg GmbH gab. Jetzt meldet sich auch die Kommunalpolitik zu Wort.

So hat sich die Kreistagsfraktion Grüne/Liberale/Familie mit der Umsetzung des Nahverkehrskonzepts beschäftigt. „Der neue Busfahrplan gewährleistet, dass zukünftig alle Bewohner und Bewohnerinnen im Kreis Nordwestmecklenburg ohne Auto vom kleinsten Dorf an die wichtigen Umsteigepunkte und von dort zu ihren Wunschzielen gelangen. Das ist ein großer Fortschritt gegenüber dem bisherigen rudimentären Beförderungssystem“, lobt Tino Schwarzrock. Nunmehr sei es aber notwendig, verständlicher zu machen, wie die Rufbusse, Busse und unterschiedlichen Tarife optimal genutzt werden könnten. Die bisherigen Informationen reichen aus Sicht des Mitglieds des Nahbus-Aufsichtsrats nicht aus.

„Unser Ziel ist es, die Menschen von dem neuen System zu überzeugen. Das bedeutet nach unserem bisherigen Kenntnisstand, Streckenführungen, die ungewollt zur Verschlechterung des Angebots führen sowie die Tarifstruktur zu überprüfen“, sagt Fraktionssprecherin Regina Groß. Bevor konkrete Ergänzungen und Korrekturen vorgenommen werden können, sei es ihrer Meinung nach notwendig, eine komplette Bestandsaufnahme der Schwachstellen vorzunehmen, die mit der Umstellung des Nahverkehrs zu Tage getreten sind. Korrekturen beim Schülerbusverkehr, die die Landrätin am heutigen Donnerstagnachmittag bekanntgeben will, seien dazu ein erster Schritt. Ihre Fraktion wird deshalb bei der nächsten Kreistagssitzung am 18. Februar in Wismar beantragen, dass eine umfassende Analyse vorgenommen wird, um gegebenenfalls nachsteuern zu können.

Möglichst kurzfristig solle auch ein Kurzstreckentarif für eine Fahrtstrecke von vier Kilometern oder aber über vier Haltestellen eingeführt werden.

Darüber hinaus fordert die Grünen-Politikerin aus Dragun, das Bussystem langfristig mit den Fahrplänen des Schienenverkehrs abzustimmen und mit dem System des benachbarten Landkreises Ludwigslust-Parchim zu verknüpfen. So soll eine bessere Anbindungen an die Metropole Hamburg gewährleistet werden.

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