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Schülerbeförderung : Nahbus verändert Fahrpläne

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Der neue Fahrplan des ÖPNV ist noch nicht alt, schon wird er verändert: Roggendorf bekommt regelmäßige Anbindung an Gadebusch. Schülerbeförderung klappte nicht reibungslos.

svz.de von
erstellt am 04.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Wer ab dem 15. Februar mit dem Bus von Roggendorf nach Schwerin möchte und dafür erst einmal nach Gadebusch kommen musste, braucht dafür nicht mehr auf den Anrufbus zurückgreifen. Mit dem Ende der Winterferien fährt auf dieser Strecke die Linie 35 nach Gadebusch und dort können die Fahrgäste in den Bus nach Schwerin umsteigen. „Der Anrufbus wurde häufig gerufen“, erklärt Jörg Lettau, Chef der Nahbus Gmbh, die für den ÖPNV im Nordwestkreis verantwortlich ist. Dann sei es nur logisch, dass das Liniennetz ausgebaut und der Anrufbus durch einen Linienbus ersetzt wird.

Das ist eine von vielen Änderungen im Öffentlichen Personennahverkehr, die mit dem Ende Winterferien in Kraft treten.

Die zweite Änderung: Wer ab dem 15. Februar mit dem Bus von Gadebusch nach Lübeck unterwegs ist, steigt nicht mehr im Selmsdorfer Gewerbegebiet um. „Wir haben die Haltestelle in die Straße der Freundschaft in Selmsdorf verlegt“, sagt Volker Wittke, Fahrdienstleiter bei Nahbus. „Das ist einfacher.“ Zudem fahre dann nur noch die Linie 335. Die Linie 336 werde gestrichen.

Anfang Januar war der neue ÖPNV eingeführt worden. Vier Wochen später gibt es nun die ersten Änderungen. Grund: Es gab große Probleme bei der Schülerbeförderung. Vor allem Kinder, die auf der Insel Poel wohnen und auf dem Festland zur Schule gehen, kamen zu spät oder schafften Anschlussbusse nicht. Doch für die Schülerbeförderung müssen gesetzliche Vorschriften eingehalten werden. Schüler der ersten bis vierten Klasse dürfen von der Haustür bis zur Schule nicht länger als 40 Minuten unterwegs sein. Ab Klasse fünf kann die Tour 60 Minuten dauern. Wird die Zeit überschritten, muss nachgebessert werden.

„Im laufenden Betrieb ist es aber schwierig, etwas zu verändern“, erklärte Lettau. Deshalb sei bis zu den Winterferien gewartet worden. Eltern und Schüler wurden mit den Zeugnissen vorab darüber informiert.

Im Zuge der Veränderungen stand auch der Anrufbus auf dem Prüfstand. Er wird vor allem dort eingesetzt, wo kaum oder keine Linienbusse fahren. „In zehn Tagen hatten wir 650 Fahraufträge“, sagte Nahbus-Chef Jörg Lettau. „Das ist nicht gerade wenig.“ Dort wo er besonders häufig gerufen wird, wie auf der Strecke Roggendorf-Gadebusch, will Nahbus die Strecken mit Linienbussen versorgen. Sonst seien die Anrufbusse laut Nahbus-Chef auch überlastet.

Und für Busfahrer gibt es Grund zur Hoffnung. Tickets für Kurzstrecken könnten billiger werden. Vier Euro werden bislang fällig. Landrätin Kerstin Weiss machte Hoffnung, dass das möglicherweise günstiger werden könnte. Der Kreistag wird sich mit dem Thema beschäftigen.

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