Ausbildung in Dechow : Nachwuchs händeringend gesucht

Lenn Müller (20) absolviert in Dechow derzeit eine Ausbildung zum Milchtechnologen: „Ich wollte irgendwas mit Lebensmitteln machen, bin im Internet auf diesen Beruf gestoßen. Ich würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden.“
Lenn Müller (20) absolviert in Dechow derzeit eine Ausbildung zum Milchtechnologen: „Ich wollte irgendwas mit Lebensmitteln machen, bin im Internet auf diesen Beruf gestoßen. Ich würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden.“

Die Gläserne Molkerei in Dechow hat noch je einen freien Ausbildungsplatz zum Milchtechnologen und Milchwirtschaftlichen Laboranten

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04. August 2015, 07:00 Uhr

Laut, feucht und kalt – die Zeiten, in denen der Beruf des Molkereifachmanns mit diesen durchaus unangenehmen Nebenerscheinungen in Verbindung gebracht wurde, sind lange vorbei. Und auch die des Molkereifachmanns. Denn der heißt mittlerweile Milchtechnologe. Und für genau diesen sowie den Ausbildungsberuf Milchwirtschaftlicher Laborant sucht die Gläserne Molkerei Dechow noch händeringend jeweils einen Auszubildenden für das bereits gestern begonnene Lehrjahr.

„Das Berufsbild des Milchtechnologen hat sich in den vergangenen Jahren komplett gewandelt. Das Handwerkliche ist aus dem Beruf verschwunden. Heute sind die Produktionsprozesse in der Milchwirtschaft voll automatisiert und werden von den Milchtechnologen aus einer Zentrale heraus überwacht“, sagt Andreas Abs. Der technische Betriebsleiter ist am Standort Dechow für die Ausbildung der künftigen Fachkräfte verantwortlich und als solcher weiß der 53-Jährige natürlich, worauf es ankommt. „Ein mittlerer Realschulabschluss und die Schulnoten in Mathematik, Physik, Chemie und Biologie nicht schlechter als drei.“

Das gilt übrigens auch für angehende Milchwirtschaftliche Laboranten. „Jugendliche, die diesen Beruf ergreifen, steht eine berufliche Zukunft in vielen Branchen offen. Mit dieser Ausbildung werden sie beispielsweise in der Getränkeindustrie mit Handkuss genommen, weil die Ausbildung so tiefgründig ist“, verrät Andreas Abs.

Bewerben können sich Schulabgänger sogar jetzt noch, zwei Tage nach Ausbildungsbeginn. Denn die theoretische Ausbildung für beide Berufsbilder beginnt erst Anfang Oktober, potenzielle Azubis verpassen in diesem Teil also nichts. Die Theorie wird übrigens an der Milchwirtschaftlichen Lehr- und Untersuchungsanstalt Oranienburg gepaukt. Also weg von Mutti und ab ins nur 19 Kilometer vor den Toren Berlins gelegene Internat. Es gibt wahrlich Schlimmeres für junge Menschen. Der praktische Teil der insgesamt dreijährigen Ausbildung findet dann in Dechow statt. Kleines Bonbon: Wer das jeweilige Schuljahr mit einem besonders guten Notenschnitt beendet, darf sich auf eine Prämie freuen, die in der Höhe je nach Note bis zur Ausbildungsvergütung eines ganzen Monats reicht.

„Am liebsten sind uns Auszubildende aus der Region“, sagt Andreas Abs. Denn die Philosophie des Unternehmens sei es, den ländlichen Raum mit Arbeitsplätzen zu verbinden. Und wenn es dann nach drei Jahren auch noch menschlich passt, steht der Übernahme in ein Festanstellungsverhältnis nichts mehr im Weg. Zahlreiche Aufstiegschancen inklusive.

Jugendliche, die sich für die Ausbildungsberufe Milchtechnologe oder Milchwirtschaftlicher Laborant in der Gläsernen Molkerei Dechow interessieren, können sich hier bewerben: E-Mail an bewerbung@glaeserne-molkerei.de oder telefonisch unter 033760-20770.

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