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Polizei schnappt flüchtigen Tankbetrüger : Nach Verfolgungsjagd: Raser in Haft

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Der 22-jährige Schweriner, der sich am 9. Januar eine Aufsehen erregende Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und dabei mehrere Unfälle verursacht hatte, ist seit gestern hinter Gittern.

svz.de von
erstellt am 20.Jan.2012 | 07:40 Uhr

Schwerin | Polizei, Staatsanwaltschaft und Amtsgericht Schwerin greifen hart durch. Gestern wurden gleich zwei Haftbefehle gegen Straftäter erlassen, die in den ersten Tagen des neuen Jahres Gesetze missachtet und Menschenleben gefährdet oder bedroht hatten.

Erster Fall: der Verkehrsrowdy. Der 22-jährige Schweriner, der sich am 9. Januar eine Aufsehen erregende Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und dabei mehrere Unfälle verursacht hatte, ist seit gestern hinter Gittern. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe. "Die Staatsanwaltschaft Schwerin legt dem einschlägig Vorbestraften unter anderem mehrfachen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, Unfallflucht, Fahren ohne gültigen Führerschein und weitere Delikte zur Last", sagte Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek. Der Beschuldigte soll zunächst an der Raststätte Fuchsberg an der A 20 Benzin im Wert von 410 Euro getankt und nicht bezahlt haben. Als er die ihn verfolgende Polizei bemerkte, flüchtete er mit stark überhöhter Geschwindigkeit zunächst auf der Autobahn in Richtung Wismar und dann weiter auf der B 106 nach Schwerin, wobei er mehrere Ampelkreuzungen bei Rotlicht überfuhr und durch riskante Überholmanöver zahlreiche Verkehrsteilnehmer gefährdete. Bei Neu Lübstorf durchbrach er eine Polizeisperre und raste weiter in Richtung Landeshauptstadt. Dort soll er unter anderem das Rotlicht der Ampel am Bürgermeister-Bade-Platz missachtet haben, wodurch er einen Zusammenstoß mit einem anderen Pkw verursacht haben soll. Er flüchtete vom Unfallort mit hoher Geschwindigkeit quer durch die Innenstadt zum Platz der Jugend, fuhr weiter in Richtung Bleicher Ufer und dann auf den Obotritenring, wo er kurz vor dem Platz der OdF auf die Gegenfahrbahn geriet und schließlich mit einem entgegenkommenden Pkw zusammenstieß. Er verließ sein fahruntüchtiges Auto und flüchtete unerkannt zu Fuß auf den Alten Friedhof. In der benachbarten Gartenanlage verloren sich seine Spuren. Jetzt konnte die Polizei seiner habhaft werden. Die Staatsanwaltschaft beantragte gestern Haftbefehl, den das Schweriner Amtsgericht auch erließ, so Oberstaatsanwalt Urbanek. Die Staatsanwaltschaft legt dem 22-Jährigen aber noch eine weitere Tat zur Last. Er soll am 2. Januar auf dem Obotritenring einen weiteren Unfall verursacht haben und ebenfalls unerlaubt vom Unfallort geflüchtet sein. Auch dabei soll er ohne gültige Fahr erlaubnis und mit für das Auto nicht ausgegebenen Nummernschildern unterwegs gewesen sein.

Zweiter Fall: der Ausländerhasser. Haftbefehl hat das Amtsgericht Schwerin gestern gegen einen 28-jährigen Schweriner erlassen, dem zweifache Bedrohung vorgeworfen wird. Er soll am 16. Januar auf dem Marienplatz eine dunkelhäutige Passantin mit einem Messer bedroht und erklärt haben, er bringe sie um, weil sie Ausländerin sei. Dank des beherzten Einschreitens einer älteren Frau ließ er von seinem Vorhaben ab, soll aber mit einem eindeutigen Handzeichen gedroht haben, die dunkelhäutige Frau umbringen zu wollen. Der mehrfach vorbestrafte mutmaßliche Täter konnte jetzt identifiziert werden . Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag, dem das Amtsgericht gestern folgte.

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