Nach Sturm: Stadt hilft Zirkus in Not

<fettakgl>Die Stadt Rehna lässt die durch ein  Unwetter</fettakgl> in Existenznot geratene Zirkusfamilie nicht im Stich. Rehnas Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg (r.) und dessen Stellvertreter Michael Drechsler (3.v.l.) überreichten Inge Weisheit gestern eine 1000-Euro-Spende der Stadt. Ein Unwetter hatte zuvor das Zirkuszelt zerstört.  <fotos>Michael Schmidt</fotos>
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Die Stadt Rehna lässt die durch ein Unwetter in Existenznot geratene Zirkusfamilie nicht im Stich. Rehnas Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg (r.) und dessen Stellvertreter Michael Drechsler (3.v.l.) überreichten Inge Weisheit gestern eine 1000-Euro-Spende der Stadt. Ein Unwetter hatte zuvor das Zirkuszelt zerstört. Michael Schmidt

svz.de von
02. Juli 2012, 05:43 Uhr

Rehna | Für den durch das Unwetter in Not geratenen Zirkus "Mustang" gibt es Hoffnung auf eine Zukunft. Nachdem unsere Zeitung über das Schicksal der Zirkusleute berichtet hat, überbrachten Rehnas Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg und dessen Stellvertreter Michael Drechsler der Familie eine Spende der Stadt in Höhe von 1000 Euro. "Ich habe in der Volkszeitung gelesen, wie sehr es den Zirkus getroffen hat. Wir als Stadt reagieren darauf und hoffen, dass der Zirkus sehr schnell wieder Vorstellungen geben und weiter machen kann", sagte Oldenburg. Die Stadt verzichtet zudem auf Standgebühren und bietet dem Zirkus an, so lange in Rehna zu bleiben, bis das Zelt repariert ist. Einer Zirkusfrau standen daraufhin die Tränen in den Augen. Sie sagte: "Wir wüssten sonst nicht, wohin wir jetzt sollten?" Ihr Kollege Patrick Weisheit rang ebenfalls um Fassung: "Dass es am Morgen in der Zeitung stand und wir gleich Hilfe bekommen, macht mich sprachlos. Die Spende hilft uns weiter."

Sturmböen hatten das nicht versicherte Zirkuszelt am Freitagabend horizontal auf einer Länge von sechs Metern aufgerissen. Ein weiterer Riss reicht bis zur Mastspitze. "Wir sind froh, dass keine Leute in dem Zelt waren, es hätte sonstwas passieren können", sagte Inge Weisheit. Während des Unwetters waren auch die Musikanlage, der Artisteneingang und ein Teil der Manegen-Beleuchtung beschädigt worden. Zirkuselefant "Medi" bekam Panik und büxte aus. Sie konnte im Wohngebiet "Am Milchsteig" eingefangen und beruhigt werden.

Wie stark das Unwetter in der Stadt wütete, verdeutlicht Michael Jürß vom Rehnaer Amtshof. Er spricht von einer Heftigkeit, die er in den zurückliegenden Jahrzehnten noch nicht erlebt habe. "Es gab nicht nur Sturmböen, sondern auch Starkregen, 30 Liter je Quadratmeter kamen runter. Man konnte keine fünf Meter weit sehen. Es war wie eine weiße Wand", sagt Jürß.

Nach Angaben des Rehnaer Hauptamtsleiter Bernd Karnatz wird es Tage dauern, bis alle Sturmschäden beseitigt sind. "Durch Rehna zog sich eine Schneise. Schwerpunkt war die Radegastniederung, als wenn es dort eine Sogwirkung gegeben hätte." Das Positive sei, dass nach dem bisherigen Kenntnisstand niemand zu Schaden gekommen sei.

Aufgrund des Unwetters waren Rehnaer Feuerwehrleute zu 15 Einsätzen ausgerückt. "Der Sturm hatte solch eine Kraft, dass er zwischen Rehna und Neu Vitense einen ganze Baum samt Wurzeln herausriss und nur noch ein zwei Meter tiefes Loch im Erdreich zu sehen war", so Wehrführer Henry Wanzenberg.

So können Sie helfen:

Nach dem verheerenden Unwetter hofft der Zirkus „Mustang“ auf Hilfe, benötigt u. a. Futter für die Tiere. Wer dem Zirkus finanziell helfen will, kann eine Spende auf das Konto 0001703900 bei der Pommerschen Volksbank e G (Bankleitzahl 13091054) einzahlen.

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