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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. November 2017 | 21:37 Uhr

Schlagsdorf : Nach Sturm: Halle bleibt gesperrt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Sämtliche Punktspiele in Schlagsdorf wurden für dieses Wochenende abgesagt / Gutachter prüft das Ausmaß der Schäden

von
erstellt am 07.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Nach dem Sturmtief Xavier sind im Landkreis Nordwestmecklenburg die Aufräumarbeiten gestern fortgesetzt worden. Dabei wurde das ganze Ausmaß der Schäden deutlich. Besonders heftig wütete das Sturmtief in Schlagsdorf, wo das Dach der Turnhalle großflächig beschädigt wurde. Die Folge: Auch gestern blieb die Halle aus Sicherheitsgründen gesperrt. Darüber hinaus wurden für dieses Wochenende sämtliche Punktspiele der SG in Schlagsdorf abgesagt.

„Wir sind derzeit dabei, Firmen zu suchen, die das Dach schnellstmöglich reparieren. Wir arbeiten mit Hochdruck daran. Es sieht verheerend aus“, sagte Bernd Karnatz vom Amt Rehna der SVZ. Nach Angaben des kommissarischen Schulleiter Ralf Federmann soll am Montag geschaut werden, wie es mit dem Schulsport weitergehe. Die Sperrung der Halle sei bei Kollegen und dem Staatlichen Schulamt auf volles Verständnis gestoßen.

Schlagsdorfs Schulverbandsvorsteher Ingo Melchin dankte gestern dem Technischen Hilfswerk, Feuwehrleute, der Ziethener Firma Rick und der Milchproduktion Groß Molzahn für den Einsatz bzw. die Bereitstellung von Technik. „Bis 21 Uhr wurde am Donnerstag an der Notsicherung gearbeitet, damit kein Wasser in die Halle eindringen kann“, so Ingo Melchin. Ein Gutachter nahm gestern in Schlagsdorf seine Arbeit auf und prüfte das ganze Ausmaß der Schäden.

Xavier hatte auch in Nordwestmecklenburg Stromleitungen gekappt. Dadurch waren auch Familien in Raddingsdorf von der Stromversorgung abgeschnitten, wie gestern bekannt wurde.

Von der Außenwelt abgeschnitten war am Donnerstag der Kastanienhof bei Bülow. Ein Esche war auf die dortige Straße gekracht. „Wir hatten unser Haus voller Gäste, die zu dem Zeitpunkt gerade Ausflüge unternommen hatten und uns nicht mehr hätten erreichen können“, sagte Dirk Endrulat. Der Gärtner des Kastanienhofs, Hajo Kahl, griff daraufhin zur Kettensäge.

In der Leitstelle Westmecklenburg dürften die Drähte während des Sturms sprichwörtlich geglüht haben. Feuerwehrleute berichteten davon, dass sie bis zu 50 Minuten auf Rückmeldungen der Leitstelle hätten warten müssen.

Nach dem Sturm müssen nun die Nachbereitungen vonstatten gehen – auch bei den Straßenbauämtern. Das Gröbste ist bekannt, jetzt wird auf das Detail geschaut. „Wir sind noch am Aufnehmen der Schäden. Baumsteiger prüfen, ob sich Äste verkeilt haben, die im nächsten Sturm herabfallen könnten“, sagt Marlies Sommerfeld von der Straßenmeisterei Gadebusch. Außerdem werden noch immer Kontrollfahrten entlang der Straße gemacht, um weitere Schäden festzustellen.

„Teils sind die Bäume mit Wurzel gekippt“, erklärt Marlies Sommerfeld. Die Asphaltdecke sei aber anscheinend nicht beschädigt worden, die Bankette – also alles was 1.50 Meter von der Straße entfernt ist – schon. Durch die entwurzelten Bäume entstanden große Löcher. „Die werden nun mit mineralischen Stoffen wie Kies und Schotter zugeschüttet; und da geht ordentlich was rein.“ Die Arbeiten werden nach Einschätzung der Straßenmeisterei drei bis vier Wochen andauernd. Dabei seien Teilsperrungen der Straßen möglich, erklärt Marlies Sommerfeld.

                 Michael Schmidt,
                       Tore Degenkolb

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