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Wismar : Nach Kurzarbeit nun Insolvenz bei Solar-Fabrik

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gestern wurde auch für den Wismarer Standort ein Insolvenzantrag gestellt

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2015 | 07:38 Uhr

Dunkle Wolken statt sonniger Aussichten: Die Freiburger Solar-Fabrik AG hat gestern die Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Freiburg beantragt. Davon betroffen ist auch der Standort Wismar „Die Solar-Fabrik Wismar GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Solar-Fabrik AG, hat ebenfalls die Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beim AG Freiburg beantragt“, hieß es dazu in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Der Insolvenzantrag wurde wegen einer im zweiten Quartal 2015 drohenden Zahlungsunfähigkeit gestellt. Die Solar-Fabrik ist aufgrund sinkender Nachfrage bereits seit November 2014 in Kurzarbeit. Derzeit sei die Solar-Fabrik AG weder überschuldet noch zahlungsunfähig. Mit dem Insolvenzantrag soll demnach frühzeitig gegengesteuert werden.

Nach jüngsten Zahlen von Ende September 2014 beschäftigt die Gruppe rund 360 Menschen.

Erst im August vergangenen Jahres hatte die Solar-Fabrik AG das ehemalige Werk 2 der Centrosolar AG in Wismar übernommen. „Die Entscheidung der Solar-Fabrik AG für den neuen Standort Wismar war begründet durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Modulen ‚made-in-Germany‘ sowie die spezifische Situation in Wismar, die es ermöglichte, einen laufenden Fertigungsbetrieb zu wettbewerbsfähigen Kosten zu übernehmen“, hieß es damals noch. „Die Erweiterung der Fertigungskapazität auf 300 Megawatt sowie des Produktportfolios durch die attraktiven Glas-Glas-Module der Serie Vision und die Standardserie Professional gibt Kunden und Partnern das Signal, dass die Solar-Fabrik AG auch in Zukunft den europäischen Markt fest im Blick hat.“

143 Mitarbeiter wurden nach Unternehmensangaben im Zuge der Übernahme aus der alten Belegschaft übernommen.

Die Solarbranche in Deutschland ist derzeit in der Krise. Gründe sind unter anderem Preisdruck oder Billig-Konkurrenz aus China. Überkapazitäten und ein massiver Preisverfall hatten zuvor bereits mehrere deutsche Solar-Unternehmen in die Insolvenz getrieben.

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