Gadebusch : Nach Havarien kommt neue Wasserleitung

In wenigen Wochen soll die halbseitige Straßensperrung aufgehoben werden und der ehemalige Havariebereich mit einer Asphaltschicht geschlossen werden. Für 2019 ist der Leitungsneubau in der Johann-Stelling-Straße geplant.
In wenigen Wochen soll die halbseitige Straßensperrung aufgehoben werden und der ehemalige Havariebereich mit einer Asphaltschicht geschlossen werden. Für 2019 ist der Leitungsneubau in der Johann-Stelling-Straße geplant.

Nach mehreren Rohrbrüchen gibt der Zweckverband Radegast den Neubau an der Johann-Stelling-Straße in Planung

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23. März 2018, 08:00 Uhr

Nach mehreren Havarien in der Johann-Stelling-Straße in Gadebusch setzt der Zweckverband Radegast auf die Erneuerung der Trinkwasserleitung. Mindestens 100 000 Euro dürfte das Vorhaben verschlingen. Auf Anwohner und Hausbesitzer kämen keine Kosten zu. Das kündigt Zweckverbands-Geschäftsführerin Claudia Westphal auf Anfrage der SVZ an. Nach ihren Angaben soll das Bauvorhaben in den Wirtschaftsplan 2019 aufgenommen werden. Mit anderen Worten: Im nächsten Jahr wird die neue Trinkwasser-Leitung voraussichtlich gebaut. Verlegt werden soll sie von der Jarmstofer Kreuzung bis zum Markt.

Für dieses Bauvorhaben habe der Zweckverband die Planungen inzwischen in Auftrag gegeben, sagt der Technische Leiter Dirk Fröhling. Ein Ingenieurbüro soll nun die Details ausarbeiten. Sämtliche Hausanschlüsse müssen zudem an die neue Leitung angeschlossen werden.

Seit der letzten Havarie Ende Februar müssen Autofahrer derzeit mit einer halbseitigen Straßensperrung leben. Aufgehoben werden soll sie, sobald Asphaltwerke ihre Produktion wieder hochgefahren haben. Danach soll der ehemalige Havariebereich mit einer Asphaltschicht überdeckt werden.

In einer Tiefe von etwa zwei Metern befindet sich die Wasserleitung, die dem Zweckverband Radegast Probleme und Kosten bereitet. Als mögliche Schadensursache führt der Zweckverband nicht nur den Baugrund, sondern auch die hohe Verkehrsbelastung der Johann-Stelling-Straße an. So wurde die Straße 2016 und 2017 aufgrund von Baustellen immer wieder als Umleitungsstrecke von Auto- und Lastwagen-Fahrern genutzt. Zeitweilig war die Münzstadt ein Nadelöhr. Versichert ist der Zweckverband Radegast gegen einen solchen Leitungsschaden übrigens nicht. Er muss also für die Kosten aufkommen und braucht mit Fördergeldern für die Reparatur kaum zu rechnen.

Die Trinkwasserleiung war in den 1970er-Jahren verlegt worden, bei der Sanierung Mitte der 1990er-Jahre war sie gerade einmal 20 Jahre alt. Zu früh für eine damals vorsorgliche Erneuerung, meinten Bauexperten.

Bereits im August vergangenen Jahres hatte es zwei Havarien an der Wasserleitung gegeben. Keine 24 Stunden nach dem ersten Rohrbruch brach nicht einmal 500 Meter davon entfernt die Hauptwasserleitung in der Johann-Stelling-Straße (SVZ berichtete).

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