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Brandstiftung in Gadebusch : Nach Feuer Belohnung ausgesetzt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Wohnungsgesellschaft lobt 1000 Euro zur Ergreifung des Brandstifters aus. SVZ-Leser können für betroffene Kinder spenden

von
erstellt am 01.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Nach einer Brandstiftung in Gadebusch hat die Wohnungsgesellschaft Radegasttal mbH eine Belohnung zur Aufklärung der Tat ausgelobt. „Wer sachdienliche Hinweise für die Ergreifung des Täters gibt, bekommt von uns 1000 Euro. Das ist mit der Polizei abgesprochen worden“, sagt WGR-Geschäftsführerin Heike Post. Hinweise nimmt das Polizeirevier in Gadebusch in der Fritz-Reuter-Straße 17 entgegen. Telefonisch zu erreichen sind die Ermittler unter der Nummer 03886/7220.

Bei dem Feuer in dem Mehrfamilienhaus hatten in der vergangenen Woche acht Familien ihre Wohnung verloren und leiden bis heute an den Folgen der Brandnacht. „Sobald eine Sirene ertönt oder ein Knistern und Knacken zu hören ist, bekommen meine Kinder Angst und fangen an zu weinen“, sagt eine der betroffenen Mieterinnen. Die Kleinen vermissen ihr Spielzeug, ihren Plüschhasen und Knuddelaffen. Sie selbst könne nur noch schlecht schlafen und schrecke auf, sobald ein Türgeräusch zu hören sei.

Nahezu das gesamte Wohnungsinventar sowie die Bekleidung, die Kinderschuhe und das Spielzeug seien nicht mehr zu gebrauchen. „Wir fangen wieder bei Null an, hatten keine Hausratsversicherung“, sagt die alleinerziehende Mutter mit Tränen in den Augen. Nur zwei der acht betroffenen Familien sollen über eine derartige Versicherung verfügt haben.

Hausbrand: So verhalten Sie sich richtig

Nach dem Feuer in dem Mehrfamilienhaus hat die Freiwillige Feuerwehr Gadebusch  über Verhaltensregeln im Falle eines Keller- oder Treppenhausbrandes informiert

 1. Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 alarmieren.

 2. Wohnungstür schließen und möglichst an der Unterkante mit Decke, Handtüchern, Bettwäsche abdichten, damit kein Rauch in die Wohnung dringen kann.

3. Fenster in der Wohnung schließen, damit kein Kamin-Effekt entsteht, der den Rauch noch schneller durch das Haus zieht.

4. Auf den Balkon (oder an ein Fenster) gehen und auf das Eintreffen der Feuerwehr warten. Auf keinen Fall  in das verqualmte Treppenhaus gehen – Lebensgefahr!

 

Die Wohnung der jungen Frau befand sich über den Brandort im Keller. Durch ein Fenster gelangte ihre Tochter und anschließend sie selbst in Sicherheit und alarmierte die Feuerwehr. Der Sohn befand sich zu dem Zeitpunkt bei der Oma.

Andere Bewohner mussten über eine Drehleiter das Haus verlassen und in eine Klinik gebracht werden – wegen Rauchgasvergiftungen. Eine neue Bleibe fanden sie bei Verwandten oder zogen in eine andere Wohnung.

Trotz der traumatischen Erlebnisse wollen die meisten von ihnen irgendwann zurück in ihre Wohnung. Noch sind sie aber unbewohnbar. Der Gebäudeschaden wird auf etwa 180 000 Euro geschätzt. Die Sanierung könne sechs bis zwölf Monate dauern, sagt WGR-Geschäftsführerin Heike Post. Ein riesengroßes Dankeschön richtet Heike Post an die Einsatz- und Rettungskräfte sowie an hilfsbereite Nachbarn in jener Brandnacht.

So können Sie helfen:
Zu den Brandopfern in Gadebusch zählen auch acht Kinder, die ihr Zuhause  verloren. Wer ihnen helfen möchte, kann spenden. Dafür richtete die Wohnungsgesellschaft Radegasttal ein Konto ein. „Das Geld wird unter den Kindern, die dort ihr Zuhause hatten, zu gleichen Teilen aufgeteilt“, verdeutlicht Heike Post von der WGR.

Kontoverbindung: WGR Wohnungsgesellschaft Radegasttal
IBAN: DE14 1203 0000 0010 2060 27
BIC: BYLADEM 1001
Verwendungszweck: Hilfe für Kinder

 

 

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