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Nach der Regenflut bleibt der Ärger im Nordwest-Kreis

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Gadebusch | "Es war schlimm", sagt Heike Post, Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft Radegasttal (WGR) über den Mittwochabend. Gegen 16.30 Uhr hatte Starkregen Straßen Gadebuschs in reißende Flüsse verwandelt (wir berichteten). Manfred Nagel der Leiter der WGR-Hauswarte war bis 22 Uhr im Einsatz, um Mietern bei der Überschwemmung zu helfen. Doch in den meisten Fällen konnten nur noch Wasserschäden behoben werden.

Ähnlich geht es auch Eigenheimbesitzern wie Anja Puck und Sven Jäger. Sie gehören zu den am schwersten vom Wasser getroffenen Gadebuschern. Bis zu 40 Zentimeter hoch stand das Wasser in der Johannes-Stelling-Straße. Nur mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr, die Pumpen und Besen einsetzte, konnten die Wassermassen unter Kontrolle gebracht werden. Dass die braune Brühe in Badewanne, Dusche und WC hochstieg konnten die Helfer aber auch nicht verhindern. Die Anwohner der Stellingstraße sind wütend, weil etwa einmal jährlich dieser Bereich der Stadt von Regen überschwemmt wird. Das Wasser fließt dann von der Roggendorfer Straße zum tiefsten Punkt und sammelt sich kurz vor der Radegast.

"Die betroffenen Bürger haben sich bei mir gemeldet", sagt Ordnungsamtsleiter Jürgen Flotow. Er habe direkt den Kontakt zum Bauamt der Stadt hergestellt. Bauamtsleiterin Rommy Elßner sagt gestern auf Anfrage: "Ich werde heute beim Bürgermeister darauf drängen, Geld für eine zusätzliche Leitung in der Johannes-Stelling-Straße zu bekommen." Eigentlich seien keine Mittel dafür vorhanden, doch die Bauamtsleiterin möchte den Schwachpunkt noch in diesem Sommer beseitigen.

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erstellt am 09.Jun.2011 | 06:37 Uhr

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