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Wismar : Nach Backpfeife: Augenzeugin nimmt Linkenpolitiker in Schutz

vom
Aus der Onlineredaktion

Eine Zeugin bestätigt nun die Version des Politikers.

von
erstellt am 18.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Nach einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Busfahrer und dem Linkenpolitiker Horst Krumpen (51) soll eine Zeugin den Kreisvorsitzenden in Schutz genommen haben. Nach SVZ-Informationen bestätigte diese im Wesentlichen die Angaben von Krumpen. Die Zeugin soll die Situation von einem Wismarer Bürofenster aus beobachtet haben.

Heute vor einer Woche hatte sich der Zwischenfall in der Kreisstadt Wismar ereignet. Nach Angaben der Polizei wollte der Busfahrer zunächst von der Dr.-Leber-Straße aus den Turnerweg entlangfahren. Aufgrund seiner Ortsunkenntnis war ihm die Straßensituation jedoch nicht bekannt. Da ein Befahren des Turnerweg sich als zu schwierig erwies, wollte er zurücksetzen.

Krumpen wiederum hat nach eigenen Angaben scharf bremsen müssen. Der Kreisvorsitzende der Linken in Nordwestmecklenburg habe sein Unverständnis gegenüber dem Busfahrer mit Handzeichen deutlich gemacht, der Busfahrer habe daraufhin mit der Faust gedroht. Krumpen, sei daraufhin ausgestiegen und habe den Busfahrer zur Rede gestellt. Dieser wiederum soll Krumpen aus dem Fahrerfenster heraus an der Weste gepackt und hochgezogen habe. Als er ihn nicht herunterlassen wollte, habe Krumpen dem Busfahrer eine „Backpfeife“ gegeben. Gegenüber Parteimitgliedern gab sich Krumpen inzwischen reumütig: Er hätte auf die ganze Sache lieber verzichten und sich in der Situation cleverer verhalten sollen.

Was vor einer Woche in Wismar geschah, ermittelt die Kriminalpolizei. Ihr soll nach SVZ-Informationen auch eine Aussage für den Busfahrer vorliegen. Demnach soll der 51-jährige Wismarer „unvermittelt zugeschlagen haben“, als der 57-jährige Busfahrer das Fenster herab ließ. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen im Gesichtsbereich, teilte die Polizei nach dem Vorfall mit. Der Bus war zu dem Zeitpunkt mit Senioren besetzt.

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