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Tödlicher Unfall von Möllin : Mutmaßlicher Todesfahrer ist mehrfach vorbestraft

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Mohammed Ahmed H. war in Schweden bereits zu Geldstrafen und einer Bewährungsstrafe verdonnert worden.

von
erstellt am 10.Feb.2015 | 07:45 Uhr

Der mutmaßliche Todesfahrer von Möllin ist bei Behörden in Schweden offenbar kein unbeschriebenes Blatt. So wurde Mohammed Ahmed H. bereits wegen mehrerer Verkehrsdelikte, Drogenkonsums, Bedrohung, Diebstahls und Sachbeschädigung zu mehreren Geldstrafen und eine Bewährungsstrafe verdonnert. Das wurde gestern am zweiten Verhandlungstag im Grevesmühlener Amtsgericht bekannt. Dort wird dem 22-jährigen Mann seit Januar dieses Jahres der Prozess wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung gemacht. Bei dem Unfall am Abzweig Möllin war eine 60-jährige Autofahrerin ums Leben gekommen. Die Staatsanwaltschaft wirft Mohammed Ahmed H. zudem eine Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Betrug und Missbrauch von Ausweispapieren und Kennzeichen vor.

Noch in diesem Monat könnte es in dem Verfahren eine Entscheidung geben. Das deuteten gestern Richter Dr. Hinrich Dimpker und der Vertreter der Staatsanwaltschaft an. Zuvor sollen am 25. Februar fünf weitere Zeugen befragt werden.

Bis dahin bleibt Mohammed Ahmed H. in der Justizvollzugsanstalt Bützow wegen möglicher Fluchtgefahr. Denn ihm droht in Schweden ein weiterer Prozess wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung. So soll Mohammed Ahmed H. im März 2014 im schwedischen Vesteras an einem Unfall mit tödlichem Ausgang beteiligt gewesen sein. Damals war ein 19-jähriger Amerikaner ums Leben gekommen.

Zum Unfallhergang in Schweden machte der mutmaßliche Todesfahrer gestern keine Angaben im Grevesmühlener Amtsgericht. Er hielt sich somit an den Rat seiner Verteidiger.

Der Prozess gegen Mohammed Ahmed H. hat inzwischen den Generalbundesanwalt auf den Plan gerufen. Er prüft einen möglichen Terrorverdacht nach Bekanntwerden eines abgefangenen Briefes aus der Untersuchungshaft. Darin soll Mohammed Ahmed H. geschrieben haben: „Es ist Chaos in Syrien und wir müssen hin und Krieg führen“ (SVZ berichtete).

 

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