Gross Rünz : Muss denn erst etwas passieren?

Dieser Fahrer rauschte mit seinem Pkw ganz sicher mit mehr als den zugelassenen 30 km/h um diese Kurve in der Ortsdurchfahrt von Groß Rünz. Einwohner und Bürgermeister fordern die Aufstellung eines Verkehrsspiegels, um diesen Abschnitt für aus Carlow kommende und in Richtung Klein Rünz abbiegende Fahrzeuge sicherer zu machen.
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Dieser Fahrer rauschte mit seinem Pkw ganz sicher mit mehr als den zugelassenen 30 km/h um diese Kurve in der Ortsdurchfahrt von Groß Rünz. Einwohner und Bürgermeister fordern die Aufstellung eines Verkehrsspiegels, um diesen Abschnitt für aus Carlow kommende und in Richtung Klein Rünz abbiegende Fahrzeuge sicherer zu machen.

Seit Jahren kämpft Groß Rünz um einen Verkehrsspiegel für mehr Verkehrssicherheit

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28. Januar 2016, 23:33 Uhr

Klaus Babbe hat Angst. Angst davor, dass sich in der Kurve Rehnaer Straße/Carlower Straße in dem beschaulichen Groß Rünz irgendwann ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. „Diese Kurve ist total unübersichtlich und gefährlich, weil viele Fahrzeugführer sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten“, so der Bürgermeister der Gemeinde Königsfeld. Deshalb seine Forderung: Ein Verkehrsspiegel muss her!

Dieser soll vor allem für aus Carlow kommende Linksabbieger in Richtung Groß Rünz für mehr Sicherheit sorgen. Denn die können den aus Rehna herannahenden Gegenverkehr erst unmittelbar vor dem Abbiegevorgang wahrnehmen. Wer da aus Rehna zu schnell um die Ecke gefegt kommt, könnte sein Fahrzeug schneller als gedacht in einem langsam abbiegenden Fahrzeug wie beispielsweise einem Traktorgespann versenken. Eine Horrorvorstellung. Und ein Wunder, dass genau das noch nicht passiert ist.

Für mehr Sicherheit an dieser unübersichtlichen Stelle könnte ein Verkehrsspiegel sorgen. Seit circa vier Jahren setzt sich Klaus Babbe für das Aufstellen eines solchen ein. Doch das allerdings bislang ohne Erfolg. „Wie lange soll das noch so weitergehen? Muss denn erst ein schwerer Unfall wie kürzlich in Nienmark passieren?“, fragt der 51-Jährige. Bei dem schweren Verkehrsunfall war auch aufgrund einer zu hohen zulässigen Höchstgeschwindigkeit eine 18-jährige Schülerin beim Überqueren der Straße an einer Bushaltestelle von einem Pkw erfasst und schwer verletzt worden.

Dabei müssten doch Polizei und Landkreis um die Gefährlichkeit dieses Streckenabschnitts in Groß Rünz wissen. Immerhin führten beide in der Vergangenheit Geschwindigkeitskontrollen in Groß Rünz durch. „Das stimmt, doch an der falschen Stelle. Statt in der Kurve wird neuerdings immer nur an den beiden Ortsausgängen geblitzt“, sagt Dirk Nietzold. Der Bülower ist einerseits genau dort selbst schon geblitzt worden, kennt andererseits aber auch die gefährliche Kurve in der Dorfmitte.

Die Polizei sieht dies offensichtlich etwas anders. „Die Polizei führt in erster Linie Geschwindigkeitsmessungen an sogenannten Unfallhäufungsstellen – primär in Verbindung mit überhöhter Geschwindigkeit – oder sonstigen Stellen mit besonderem Gefährdungspotenzial durch“, erklärt Kriminalhauptkommissar Axel Köppen von der Wismarer Polizei. Die beschriebene Örtlichkeit hingegen stelle keinen Gefahrenschwerpunkt dar. Verkehrsunfälle hätte es darüber hinaus in den vergangenen vier Jahren in Groß Rünz nur drei gegeben. In einem Fall wurde ein Hund angefahren, in einem weiteren ein Wildtier und dann verunfallte noch ein Radfahrer – allerdings ohne Fremdeinwirkung.

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