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Kreistagsbeschluss in Grevesmühlen : Musikschulen unter einem Dach

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Einrichtung aus Wismar jetzt unter Leitung der Musikschule „Carl Orff“ – 1630 Kinder nutzen Angebot. Freies Internet in Kreisverwaltung

von
erstellt am 04.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Kinder mit musikalischer Begabung werden ab dem 1. August 2017 im Nordwestkreis Bildungsangebote aus einer Hand erhalten. Der Kreistag von Nordwestmecklenburg stimmte dem Übergang der Musikschule der Hansestadt Wismar auf den Landkreis zu. Chef des Hauses bleibt Hartwig Kessler als bisheriger Leiter der Kreismusikschule „Carl Orff“.

Nach zügigen und zielorientierten Verhandlungen steht das Konzept. „Wir übernehmen sämtliche Lehrkräfte zu den Konditionen von Wismar mit der Option der späteren Anpassung“, sagt Hartwig Kessler. Im Gegenzug beteiligt sich die Hansestadt Wismar mit einer Summe von 440 000 Euro in einem Zeitraum von drei Jahren an der Finanzierung der gemeinsamen Musikschule. Darin eingeschlossen das Musikschulhaus als zentraler Anlaufpunkt in der Kreisstadt.

Mit dieser Abweichung vom bisherigen Konzept im Nordwesten will der Landkreis der geschichtlichen und inhaltlichen Entwicklung der Musikschule in Wismar Rechnung tragen. So setzt die Kreismusikschule eigentlich auf dezentralen Unterricht in den einzelnen Orten wie Gadebusch und Rehna. Die Forderung der Hansestädter nach einem zentralen Haus sind für Kessler als auch Landrätin Kerstin Weiss vor dem Hintergrund akzeptabel, dass Wismar für die Dauer von zehn Jahren das Haus Am Turnplatz bei laufender Bewirtschaftung kostenfrei zur Verfügung stellt.

Dennoch gibt es Unterschiede: In Wismar geben 29 Lehrer 363 Unterrichtsstunden für 630 Schüler. Im Nordwestkreis unterrichten 44 Lehrer rund 1000 Schüler und geben 663 Stunden. Eine mittelfristige Reduzierung der Lehrerstellen will der Kreis durch natürliche Fluktuation und Verabschiedung in Rente erreichen. Für Verwunderung sorgte bei Kreistagsmitglied Hans Rotermann, dass gemessen an der Einwohnerzahl (Wismar 44 730; Nordwestkreis 160 400) in der Hansestadt durchschnittlich mehr Kinder eine Musikschuleinrichtung besuchen: „Warum bekommen wir das im Landkreis nicht hin?“, fragt Roterman. Für CDU-Fraktionschef Thomas Grote ein gänzlich falscher Diskussionsansatz: „Es wird immer Orte im Landkreis ohne Musikschüler geben.“ Darüber hinaus bietet Wismar mit seinem Theater, der Hochschule und reichlich Kulturstätten eine solide Basis für eine an der Kultur ausgerichteten Arbeit.

In jedem Fall auf Empfang steht die Kreisverwaltung Nordwestmecklenburg mit dem Angebote eines kostenlosen Internetzugangs in der Malzfabrik als auch im Neubau in Wismar. Die Premiere am Donnerstagabend glückte, wenn auch der Zugang zum Rechenzentrum zeitweise nicht möglich war. Fest steht: Bürger können Internetangebote und den Zugang zu sozialen Medien wie Facebook nutzen. Der Zugang soll per Passwort als auch durch einen simplen Klick auf dem Bildschirm von Telefonen möglich werden. Zwischen Anfang März und der 26. Kalenderwoche Ende Juni werden alle Bereiche vernetzt sein. Der Anschluss der Zulassungsstelle und Führerscheinstelle wird aktuell geprüft. Die Initiative stammte von Kreistagsmitglied Dennis Klüver. „Tolle Sache“, zollte Thomas Grote (CDU) Klüver auch Anerkennung.

Mit dem freien Internetzugang beabsichtigt Landrätin Kerstin Weiss die Förderung des papierfreien Sitzungsdienstes. Statt auf bedrucktes Papier könnten die Abgeordneten auf ihre Computer schauen. Die Resonanz hält sich in Grenzen: „18 von 61 Abgeordneten lassen sich bislang die Daten elektronisch zusenden“, so Weiss. Eine initiierte Pilotgruppe wird in den kommenden Wochen zur Wissensvermittlung im Umgang mit einer internetbasierten Datenbereitstellung vornehmen.

 

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