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Kreistag Nordwestmecklenburg stimmt über neue Satzung ab : Musikschülern drohen höhere Kosten

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Musikschüler in Nordwestmecklenburg müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Der Kreistag will über eine Erhöhung von Unterrichtsgebühren der Kreismusikschule "Carl Orff" abstimmen.

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erstellt am 19.Jun.2013 | 06:09 Uhr

Gadebusch/Grevesmühlen | Musikschüler in Nordwestmecklenburg müssen sich voraussichtlich auf höhere Kosten einstellen. So will der Kreistag heute Abend in Grevesmühlen über eine Erhöhung von Unterrichtsgebühren der Kreismusikschule "Carl Orff" abstimmen. Sollte der Kreistag mit Ja votieren, würden sich beispielsweise die Kosten für den Instrumental-Einzelunterricht (45 Minuten) von 534 auf 576 Euro pro Jahr erhöhen. Für die musikalische Früherziehung müssten statt bislang 186 Euro künftig 192 Euro gezahlt werden. Der Gruppenunterricht (zwei Schüler/45 Minuten) würde sich von 378 auf 432 Euro verteuern.

"Wir haben uns bemüht, dass der Anstieg relativ moderat ausfällt", sagt Nordwestmecklenburgs Landrätin Birgit Hesse. Die derzeit gültige Gebührensatz ung ist seit 2008 in Kraft. Inzwischen hätten sich Betriebskosten erhöht, auch Löhne seien gestiegen. Trotz der hohen Bedeutung der Kreismusikschule für die kulturelle Bildung ist die Erhöhung aus Sicht des Landkreises unerlässlich. Begründet wird dies auch damit, dass durch zusätzliche Angebote und differenzierte Gebührenarten neue Zielgruppen erschlossen werden sollen. Neue Angebote sind nach Angaben des Kreises u. a. fächerübergreifender Unterricht, Bildende Kunst, Darstellendes Spiel, Unterricht für Senioren und das Instrumentenkarussell für Erwachsene. "Der Bedarf ist da, Erwachsene wollen sich ausprobieren, ehe sie sich für ein Instrument entscheiden. Das Instrumentenkarussell gab es bislang nur für unter 18-Jährige", sagt Kreis-Fachdienstleiterin Gudrun Sturmheit.

Fest verankert in der Satzung sollen Gebührenermäßigungen bleiben. So ist ein 10- bis 15-prozentiger Nachlass möglich, wenn mehrere Familienmitglieder in der Musikschule "Carl Orff" unterrichtet werden. Diese Ermäßigung soll auch greifen, wenn ein Schüler mehrere gebührenpflichtige Hauptfächer belegt. Etwas billiger wird der Unterricht auch für Menschen, die das Bildungs- und Teilhabepaket in Anspruch nehmen können.

Dass die Gebührenerhöhung ansteht, hängt auch mit der negativen Entwicklung bei der Kostendeckung der Kreismusikschule zusammen. Diese ist seit 2007 von 74,49 auf 63, 25 Prozent im Jahr 2011 gesunken. Der Zuschussbedarf durch den Landkreis erhöhte sich in dem Zeitraum von rund 165 000 Euro auf 300 000 Euro.

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