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Novum in Schönberg : Museum zeigt Raritäten im Internet

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Menschen auf der ganzen Welt können ab sofort einen Blick in einen Teil der Schönberger Sammlung zu werfen

von
erstellt am 17.Feb.2017 | 04:45 Uhr

Noch ist das Volkskundemuseum an seinem Standort in Schönberg nicht für Besucher geöffnet. Doch schon jetzt haben Menschen auf der ganzen Welt die Möglichkeit, einen Blick in einen Teil der Museums-Sammlung zu werfen. Dafür benötigen sie kein Flugticket für eine Reise nach Mecklenburg und auch keine Eintrittskarte, sondern lediglich einen Internetanschluss. Denn das Volkskundemuseum ist ab sofort online unter der Adresse www.museen-nord.de zu erreichen und bietet quasi ein digitales Schaufenster an.

Darin zu sehen sind zum Beispiel Exponate wie ein 90 Zentimeter hohes Thandorfer Tanzpuppenpaar aus dem 19. Jahrhundert. „Es wurde einst von einem Pantoffelmacher hergestellt und ist seit 1910 im Museumsbestand. Gerade wird das Paar in Rostock fachmännisch restauriert“, sagt Olaf Both, Leiter des Volkskundemuseums. Nach seinen Angaben verfügt die Einrichtung über 17 000 Objekte. Nach und nach sollen sie für Internetnutzer sichtbar gemacht werden. Davon ausgenommen seien Leihgaben oder personenbezogene Daten.

Der Museologe erhofft sich von dem Online-Auftritt, dass künftig noch mehr Leute neugierig auf das Museum und dessen Sammlung werden. „Auch Schulklassen können davon profitieren, indem sie sich bereits vorab auf einen Museumsbesuch vorbereiten und dann hier vor Ort gezielt Fragen stellen“, sagt Olaf Both.

Zu entdecken wird es in dem Museum so manche Rarität geben. Urkunden aus dem 13. Jahrhundert, geschnitzte Möbel von wohlhabenden Bauernfamilien, Trachten, Uniformen und mehr. In Schönberg wird die wechselvolle Geschichte des zu Mecklenburg-Strelitz gehörenden Fürstentums Ratzeburg gezeigt.

Am 20. Mai will Bildungsministerin Birgit Hesse das Volkskundemuseum in seinem neuen Domizil, dem sanierten Koch’schen Haus, eröffnen. Dort steht dann auf mehreren Etagen eine Ausstellungsfläche von 250 Quadratmetern zur Verfügung. Hinzu kommt ein Areal von 50 Quadratmetern für Sonderschauen. Jede Ebene ist barrierefrei zu erreichen – dank eines Fahrstuhls. Benannt ist das Haus, das im 19. Jahrhundert errichtet wurde, nach dem Rechtsanwalt und Notar Carl Koch. Er lebte von 1879 bis 1969 und hatte in dem Gebäude seine Kanzlei. Darüber hinaus war Koch vor und nach der Zeit der Nationalsozialisten als Bürgermeister der Stadt Schönberg tätig. Er wurde später Richter. 

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