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Info-Tafeln in Gadebusch : Münzstadt lädt zur Geschichtsreise

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Neue Ausstellung mit 16 Stelen in der Altstadt wird am 21. April eröffnet / Aufbau läuft im Stadtgebiet

svz.de von
erstellt am 13.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Wandeln auf den Spuren des Mittelalters: In Gadebusch wird dies in wenigen Tagen mit reichlich Informationen möglich sein. Einheimische und Besucher der alten Münzstadt erfahren auf insgesamt neun Stelen mit 16 Informationstafeln viel Wissenswertes über die Geschichte und weniger bekannte Orte der Stadt an der Radegast. „Heute installieren wir die erste Stele in der Schäferstraße. Inhaltlich befasst sich dieser Punkt mit den Sanatorien“, sagt und freut sich Mitinitiator Gerhard Schotte. Ihm zur Seite stehen Hans-Otto Heyden und sein Mitarbeiter Wladimir Berger. Das Schlosserteam vom Metallbaubetrieb Heyden fertigte die Stelen aus Corten-Stahl, einem witterungsbeständigen Material. Bis kommende Woche stellen sie sämtliche Tafeln entlang der ehemaligen Stadtgrenzen zwischen
14. und 17. Jahrhundert auf.

„Die Schäferstraße wählten wir nicht ohne Grund. Sie galt als Zuwegung zu den Sanatorien, die sich einst am Burgsee befanden“, sagt Schotte. Diese Orte bzw. Straßen lagen abgelegen und trugen nicht selten Namen wie St. Georgen. „Sinngemäß das Hospital der Aussetzigen“, so Schotte weiter. Da Gadebusch nicht über eine Stadtmauer verfügte, befanden sich diese Häuser an den Erdwällen am Stadtrand.

Die neben Deutsch auch in Englisch verfassten Texte sollen auch internationales Publikum ansprechen. Das schon allein vor dem Hintergrund, dass die Stadt Gadebusch als Münzprägeort im 15./16. Jahrhundert eine besondere Stellung in Mecklenburg inne hatte. Themen, an die die Gadebuscher im Lutherjahr mit vier Veranstaltungen auf sich aufmerksam machen. Der Auftakt erfolgte vor wenigen Tagen mit der Ausstellung über historische Stadtdokumente. „Am 21. April eröffnen wir um 11 Uhr den mittelalterlichen Rundgang und im Juni die Ausstellung zur Reformation“, so Schotte. Im November folgt ein Theaterstück über Luther und die kirchliche Erneuerung.

 

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