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Mission Zukunft in Gadebusch : Münzstadt auf der Datenautobahn

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Telekom will bis zum Jahresende sechsfach schnelleres Internet installieren . Leistungen bis 100 MBit pro Sekunde möglich

von
erstellt am 02.Feb.2017 | 04:45 Uhr

In der alten Münzstadt wird alles schneller und besser als es bislang war. Das hat sich zumindest die Telekom Deutschland GmbH in puncto Kommunikation auf die Fahnen geschrieben. „Bis zum Jahresende wollen wir das Datennetz für das Internet auf eine Leistung von 100 MBit/Sekunde ausbauen“, kündigt Arndt Griese, Infrastrukturvertrieb Ost an. Hinter dieser Zahl verbergen sich Leistungen wie beispielsweise gleichzeitiges Fernsehgucken, Telefonieren, im Internet Zeitung lesen oder in sozialen Netzwerken unterwegs sein. „Wir bauen das Netz im Vorwahlbereich 03886 der Stadt Gadebusch aus“, verspricht Arndt Griese. Somit erhalten mehr als 3100 Haushalte bis zum Jahres ende die Möglichkeit, sich an die schnelle Datenleitung anzuschließen.

Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten Bürgermeister Ulrich Howest und Arndt Griese im Gadebuscher Rathaus. Finanzielle Auswirkungen auf den Stadthaushalt wird es nicht geben. Die Telekom wird das Vorhaben in Eigeninitiative als Investitionsmaßnahme durchführen. „Das ist erfreulich, wenn sich die Infrastruktur ohne Zuschuss aus der Stadtkasse verbessert“, sagt Bürgermeister Ulrich Howest. So bleibe Gadebusch als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv. Zukunftsorientierte Unternehmen setzen bei Ansiedlungen leistungsfähige Datenleitungen voraus.

Matthias Jankowski sieht als Leitender Verwaltungsbeamter für das Amt Gadebusch die Chance, den Datenaustausch mit den Landesbehörden zu verbessern: „Aktuell verfügen wir über eine 6000er-DSL-Leitung.“ Auf Höhe der Zeit ist das nicht. Das neue Angebot verspricht nun die 16-fache Geschwindigkeit. „Da schauen wir natürlich, dass wir die bessere Versorgung erhalten“, sagt Jankowski. Genau darauf zielt die Initiative auch im Sinne der Bewohner und Unternehmen im Stadtgebiet ab. Griese kündigt an, dafür insgesamt zwölf Kilometer Glasfaserkabel zu verlegen und mehr als 15 Verteiler in Gadebusch mit einigen Ortsteilen umzurüsten.

Das große Buddeln im Stadtzentrum bleibt aus. Statt armdicken Kupferleitungen gelangen die Daten künftig über fingerdicke Glasfaserleitungen ins Haus. „Dort, wo Leerrohre verbaut sind, werden wir das Glasfaserkabel einblasen. Wo nicht, müssen wir natürlich Leerrohre verlegen“, sagt Griese. Da Gadebusch im Zuge der Stadtsanierung die erforderliche Ausgangsbasis erhielt, könne das Projekt in einem überschaubaren Zeitraum realisiert werden.

Parallel zur Initiative befindet sich das Vorhaben geförderter Breitbandausbau in ländlichen Regionen auch für die Gadebuscher Amtsgemeinden in der Planung. Eine Umsetzung wird bis 2019 erwartet. Ein Projekt, das auch in den Amtsbereichen Rehna und Lützow-Lübstorf ansteht. Generell gilt: Wer an die schnelle Datenleitung möchte, der muss sich mit dem Anbieter in Verbindung setzen.

 

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