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Bronzeskulptur wurde der Stadt Gadebusch gestiftet : Münzschläger feierlich enthüllt

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Beim Münzfest war es endlich soweit: Der Münzschläger wurde feierlich enthüllt. Vier Münzfeen hatten die Ehre, das weiße Tuch abzuziehen. Zahlreiche Zuschauer waren zu diesem Spektakel erschienen.

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erstellt am 05.Jul.2011 | 08:12 Uhr

Gadebusch | Beim Münzfest war es endlich soweit: Der Münzschläger wurde feierlich enthüllt. Vier Münzfeen hatten die Ehre, das weiße Tuch abzuziehen. Zahlreiche Zuschauer waren zu diesem Spektakel erschienen. Zwischen Rathaus und Stadtkirche St. Jakob und Dionysius steht sie nun - eine Bronzeskulptur des "Halbgadebuschers" wie Dr. Gerhard Schotte seinen langjährigen Freund den Künstler Wolfgang Knorr nennt.

"Der Münzschläger ist gelebte Stadtgeschichte", sagte Dr. Gerhard Schotte. Zusammen mit seiner Frau Christel Schotte und der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest hat der Gadebuscher der Stadt dieses Kunstwerk geschenkt. Es soll an Gadebuschs Geschichte als Münzstätte im Mittelalter erinnern. Nicht nur die anwesenden Einwohner waren begeistert vom Kunstwerk, sondern auch Dr. Torsten Fried vom Münzkabinett Schwerin. "Es gibt sicher nur ganz wenige Kunstwerke, die sich direkt auf die Münzprägung beziehen und die die eigentliche Münzherstellung thematisieren", sagte Fried. Gespickt ist die Bronzeskulptur mit vielen liebevollen Details - unter anderem erinnern die geflügelten Schuhe an den römischen Gott Merkur. Zu den Füßen des Münzschlägers liegen zahlreiche Münzen, die an das Prägerecht Gadebuschs erinnern. Horst-Dieter Hoffmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkassen Stiftung hofft, dass die Gadebuscher dieses Geschenk zu schätzen wissen und bedankte sich noch einmal auf diesem Wege bei Gerhard Schotte.

Denn er ist der eigentliche Vater dieser Skulptur, sagte Bürgermeister Ulrich Howest. "Ich hatte schon immer mal die Absicht Gerd zu überraschen", sagte Wolfgang Knorr. Der Bildhauer hat in Gadebusch seine Kindheit zusammen mit Gerhard Schotte verbracht. "Unsere Freundschaft besteht auch in der Ferne. Wir haben uns nach mehr als 50 Jahren wiedergesehen. Und es war für uns beide, als wäre es drei Wochen her gewesen", sagte Knorr. Die Skulptur des Münzschlägers sei ihm zur Herzensangelegenheit geworden. Vor allem weil er dabei wieder in seiner Heimat sein konnte.

"Ich bin hier zur Schule gegangen, diese Jahre haben mich geprägt. Und nun bin ich wieder zu Hause", sagte der Künstler. Viele Schulfreunde und auch Lehrer hat Wolfgang Knorr in den vergangenen Tagen wiedergetroffen. Seit 1985 lebt er mit seiner Familie in Süssen, Baden-Württemberg. Doch die norddeutsche Region, allen voran Gadebusch, hat er nie vergessen. "Es zieht mich immer wieder in den Norden - hier sind meine Wurzeln." Und der Kontakt zu seinem langjährigen Freund Gerhard Schotte soll auch nicht mehr abreißen. Deshalb planen sie bereits jetzt eine gemeinsame Ausstellung im Galerie-Turm der Stadt für das kommende Jahr. Und das passt, denn für die Jugendfreunde ist die Kunst ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens.

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