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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. November 2017 | 06:32 Uhr

Nordwest-Kreis : Müllgebühren drohen zu steigen

vom

Auf Nordwestmecklenburger kommen möglicherweise höhere Müllgebühren zu. Davon geht der Leiter des kreiseigenen Abfallwirtschaftsbetriebes Stefan Lösel aus. Er rechnet mit einer moderaten Gebührenerhöhung.

svz.de von
erstellt am 20.Apr.2012 | 10:06 Uhr

Grevesmühlen | Auf zehntausende Nordwestmecklenburger kommen möglicherweise höhere Müllgebühren zu. Davon geht der Leiter des kreiseigenen Abfallwirtschaftsbetriebes Stefan Lösel aus. Er rechnet mit einer moderaten Gebührenerhöhung. "Moderat ist für mich eine Steigerung unter zehn Prozent", sagte Lösel in Grevesmühlen.

Wie stark die Preise tatsächlich steigen werden, hängt von den Ergebnissen einer europaweiten Neuausschreibung abfallwirtschaftlicher Leistungen im Landkreis Nordwestmecklenburg ab. Diese ist notwendig, weil die bestehenden Verträge zum 31. Dezember dieses Jahres auslaufen. Den Weg für die Neuvergabe machte gestern Abend der Kreistag frei.

Mit einer zeitnahen Gebührenerhöhung rechnet Stefan Lösel nicht. "Im Jahr 2013 würden die Abfallgebühren noch gleich bleiben. Wenn es Anpassungen geben sollte, dann erst 2014", sagte Lösel. Als Gründe für eine mög liche Gebührenerhöhung nennt er steigende Kosten bei den Unternehmen. Gleichzeitig betont er: "Wir hatten acht Jahre lang gleichbleibende Preise."

Dass es im Januar 2013 zum Austausch von Mülltonnen kommt, ist ausgeschlossen. Denn die Behälter sind Eigentum des Landkreises Nordwestmecklenburg und können auch künftig genutzt werden. "Es muss also kein einziger Müllbehälter neu beschafft werden. Auch die so genannte Transponder-Technik gehört dem Landkreis", verdeutlicht Lösel. Sie ermöglicht eine exakte Registrierung der Entleerungszahlen der Abfallbehälter. "Der neue Leistungserbringer kann quasi die ganze Rechentechnik nutzen und von Null auf 100 starten. Was er benötigt sind Autos und Leute", so Lösel. Die Vertragslaufzeit soll mindestens fünf und maximal acht Jahre betragen.

Die Firmen, die die Zuschläge erhalten, sollen kreisweit agieren. Eine Unterteilung gibt es lediglich bei den Abfallarten. So wird es insgesamt vier Lose geben - eins für die Müllentsorgung, eins für den Sperrmüll, eins für die Entsorgung von Papier und Pappe sowie eins für das Beseitigen von Problemabfällen. Mit dieser Unterteilung will der Landkreis den gesetzlichen Vorgaben zum Mittelstandsschutz Rechnung tragen. Stefan Lösel: "Wir haben bereits in der Vergangenheit darauf geachtet, dass auch kleinere und mittelständische Unternehmen ihr Auskommen haben." Kein Geheimnis ist, dass in der Abfallbranche ein harter Konkurrenzkampf tobt.

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