Wismar : Morgen Warnstreik im Hanse-Klinkum

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Klinik muss elf Operationen verschieben

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18. September 2017, 21:00 Uhr

Die Gewerkschaft ver.di hat zu Warnstreiks im Sana Hanse-Klinikum Wismar aufgerufen. Bestreikt werden sollen morgen von 6 bis 16 Uhr der OP und die Funktionsdienste des Klinikums. Der Geschäftsführer des Klinikums, Michael Jürgensen, bezeichnete dieses Vorgehen als „beispiellos in der Geschichte des Hauses“. Elf für morgen geplante Operationen mussten verschoben werden. „Dieser Warnstreik geht voll zu Lasten unserer Patienten“, kritisiert Jürgens.

Ver.di wolle mit dem Streik Verhandlungen zur Einführung von Personaluntergrenzen erzwingen. Dafür hatte die Gewerkschaft ausgewählte Krankenhäuser zu Tarifverhandlungen aufgefordert. „Der gesamte Vorgang erweckt eher den Eindruck, als ob die Gewerkschaft kurz vor der Wahl noch einmal Stimmung machen will“, sagte der Geschäftsführer. Er macht außerdem deutlich, dass „der Gesetzgeber die Einführung von Personaluntergrenzen bereits beschlossen hat. Derzeit erfolgt die genaue Umsetzung.“ Deshalb sei der Streik rechtswidrig und grob unverhältnismäßig.

Das Klinikum richtet dieses Infotelefon ein:

Telefon 03841 / 331330

Steffen Kühhirt von der Gewerkschaft ver.di widerspricht: „Der Warnstreik am Hanse-Klinikum Wismar ist rechtmäßig und die Beschäftigten machen von ihrem verbrieften Streikrecht Gebrauch.“ Man haben bereits im Juli auf Verhandlungen gedrängt und Termine dafür angeboten. Seitens des Klinikums habe es keinerlei Bereitschaft für Verhandlungen gegeben. Konkret fordert Verdi u. a. die Festlegung einer Mindestpersonalausstattung und die Verbesserung der Ausbilungsqualität. So müsse ausgeschlossen werden, dass Auszubildende für die Kompensation von Personalengpässen herangezogen werden. „Die Beschäftigten der Krankenhäuser sind am Limit“, so Kühhiert.

Nach Angaben des Hanse Klinikums sind die Notfallversorgung und die Versorgung bereits behandeltet Patienten gewährleistet.

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