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Ein Star mit vielen Extrawünschen war zu Gast in Rehna : Mondwasser und weißes Leder für Nena

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Nenas Mercedes durfte nicht schwarz sein. Weißes Leder war Voraussetzung. Insgesamt hatte ich 30 oder 40 Seiten an Bedingungen zu erfüllen". So fehlte an dem warmen Konzertabend auch die Gasheizung in zwei Zelten nicht.

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erstellt am 28.Aug.2013 | 11:59 Uhr

Rehna | Fast 5000 Menschen feierten den Auftritt von Nena mit Liedern wie "99 Luftballons" oder auch ihrem neuen Song "Besser geht’s nicht" auf dem Reitplatz in Rehna - für den 3000-Seelen-Ort ein Ereignis mit Superlativcharakter. Das nicht nur für die Gäste, sondern vor allem für die Veranstalter Michael (32) und Matthias Maack (44). Diese legten eine nahezu perfekte Organisation hin.

So habe Maack auch für ein Schlafdomizil gesorgt - eine Suite in einem Lübecker Nobelhotel. Jedoch ging es für die 53-Jährige direkt nach Berlin, denn sie musste schon um 7 Uhr in der Maske für ihren Auftritt bei "The Voice of Germany" sitzen. "Es war egal, ob Nena die Suite nutzt oder nicht. Sie musste gebucht werden und fertig", erklärte Veranstalter Matthias Maack, der trotz zahlreicher Erfahrungen mit Stars wie Jürgen Drews, Mathias Reim oder den Puhdys einen derart hohen Anspruch in Sachen Backstage-Bereich noch nicht erlebte. "In ganz Deutschland gibt es keinen Sänger oder Sängerin, die eine derart hohe Anforderung stellt wie Nena. Die Bühne und der Backstage-Bereich haben 25 Prozent der Festfläche eingenommen. Selbst Angela Merkel kann eigentlich keine höheren Ansprüche haben", erzählt der 44-Jährige. Gerne organisiert Maack das Drumherum, doch der eigene Bereich für Nena, inklusive Wasser von der Mond-, der Licht- und der Sonnen quelle, sei das Limit gewesen, was die Maack-Brüder leisten könnten.

"Es ging am Konzerttag los mit einem Treffen an einem geheimen Ort in Rehna. Von dort ging es ohne anzuhalten auf den Reitplatz. Mir leuchteten die Xenon-Scheinwerfer des Limousinenkonvois entgegen und ich startete vorweg. Niemand durfte und hat etwas bemerkt. Dann durfte Nenas Mercedes auch nicht schwarz sein. Weißes Leder war Voraussetzung. Insgesamt hatte ich 30 oder 40 Seiten an Bedingungen zu erfüllen", erzählt Maack. Und das Beste: Es gäbe kein Eigentlich und kein Vielleicht, das sei dem Organisator vom Management suggeriert worden.

So fehlte an dem warmen Konzertabend auch die Gasheizung in zweien der fünf Zelte nicht. "Eines dieser Zelt war ihr ,Quick Change’-Zelt mit Standspiegel, Bio-Getränken und weißen Stofftischdecken. Dieses Zelt hatte direkten Anschluss an die Bühne", berichtet Matthias Maack. Der brachte sogar seine Stehlampen, Regale, vier Couchen, sämtliche Grünpflanzen und jede Menge Deko aus seinem eigenen Wohnzimmer mit, um die ausgefallenen Bedingungen zu erfüllen. "Zum Glück mag meine Frau auch so ein Dekozeug. Aber sie war froh, dass am Ende alles wieder heil zu Hause ankam. Allerdings hatten wir nur eine Stehlampe. Eine musste ich mir borgen."

Auch nach dem Auftritt gingen die Extratouren weiter, denn während die 22-köpfige Bandcrew im beheizten "Late Night Dinner"-Zelt Bio-Rotwein, Bio-Weißwein, Obst und Gemüse - alles glutamat- und laktosefrei sowie biologisch angebaut - verzehrte, durften die zwölf Techniker sowie der eigens angestellte Koch nicht mit ins Zelt. Die Techniker hatten ihr eigenes Büfett. "Da war kein Fleisch und kein Fisch zu sehen. Wie man sich davon ernähren kann, weiß ich nicht. Doch das ist egal. Am Ende hat alles toll geklappt und war gerade für uns ein einmaliges Erlebnis", sagt Matthias Maack.

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