Renzow : Mode aus Zeitungspapier

Lara Wiegand im Zeitungskleid.
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Lara Wiegand im Zeitungskleid.

Schülerin näht aus 15 Ausgaben der Gadebusch-Rehnaer-Zeitung ein alltagstaugliches Kleid

svz.de von
22. Juli 2014, 00:00 Uhr

Sie trägt die Nachrichten, Stars und Geschichten aus aller Welt am Körper und es raschelt leise, wenn Lara Wiegand sich in ihrem neuen Kleid bewegt. Die Schülerin aus Renzow hat aus 15 Schweriner Volkszeitungen ein alltagstaugliches Kleid genäht.

Die Idee für das Zeitungskleid ist in einem Projekt des Kunst-Wahlpflichtkurses am Gadebuscher Gymnasium entstanden. „Wir sollten in der Schule etwas zum Thema Umwelt machen. Da haben meine Freundin und ich an Recycling gedacht und uns überlegt, ein Kleid aus Zeitungen zu nähen“, erzählt die Renzowerin. Eine Mitschülerin sei von ihrer Arbeit in der Schule so begeistert gewesen, dass sie gefragt habe, ob Lara ihr ein solches Kleid nähen würde, so dass es auch wirklich tragbar sei.

Gesagt, getan. In zweimonatiger Arbeit, meist an den Wochenenden, hat die Renzowerin ihr ein Kleid gezaubert, bestehend aus einem Zeitungs-Top, einem Petticoat-Rock und einer großen Blume am Gürtel. „Zuerst habe ich ein Kleid gekauft, darauf habe ich dann angefangen, die Zeitungen zu nähen“, erzählt sie. Das Top besteht aus sieben Lagen. Die erste Schicht hat die Schülerin aufgenäht, die anderen aus kleinen Zeitungsschnipseln mit Kleister angebracht. „Für den Rock habe ich die Zeitungen wie eine Ziehharmonika gefaltet.“ Die so entstandenen Teile wurden angetackert und bilden nun, im Stil der 50er-Jahre, einen Petticoat-Rock. „Nur regnen darf es nicht wenn man das Kleid an hat“, sagt Lara und lacht.

Ihr Kleid kam gut an: Für das Projekt in der Schule haben Lara und ihre Freundin Johanna Zerbe die Note eins bekommen. Doch nicht nur das, zu dem Auftrag, dass Zeitungskleid in einer alltagstauglichen Version zu schneidern, kam eine weitere Bitte: „Ich soll für eine Mitschülerin noch ein Zeitungstop machen“, erzählt sie. Weil das Schneidern ihr Spaß macht und sie noch Aufträge in der Schublade liegen hat, hat Lara sich eine Schneiderpuppe gekauft, bei der sie die Kleidungsstücke anpassen kann. „Und vielleicht mache ich dann ja auch noch ein Kleid für mich selbst“, so Lara.

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