"Moby Dick" warnt vor Gefahren

<fettakgl>Geschafft: Klassenlehrerin Birgit Friedrich</fettakgl>, Sophie Hoch, Sarah Schinke, Hobby-Bildhauer Dr. Gerhard Schotte, Kevin Mühlisch, Jörg Dittmann, Ann-Kathrin Markert, Sarah Meyer, Kevin Dahm an ihrem Wal.
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Geschafft: Klassenlehrerin Birgit Friedrich, Sophie Hoch, Sarah Schinke, Hobby-Bildhauer Dr. Gerhard Schotte, Kevin Mühlisch, Jörg Dittmann, Ann-Kathrin Markert, Sarah Meyer, Kevin Dahm an ihrem Wal.

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22. Juni 2012, 09:57 Uhr

Gadebusch | Überfischte Meere, ölverseuchte Strände - mit einem mehreren hundert Kilo schweren Kunstwerk machen Siebtklässler der Gadebuscher Pestalozzi-Schule auf Umweltprobleme aufmerksam. Zusammen mit Dr. Gerhard Schotte fertigten sie im Zuge des Projektes "Kunst am Burgsee" einen drei Meter langen Pottwal und statteten ihn mit zahlreichen Symbolen aus.

Schallwellen sollen verdeutlichen, dass das Orientierungssystem der Wale durch Schiffe gestört werden kann und die größten Tonkünstler der Oezane Gefahr laufen, zu stranden und zu verenden. Die Kinder warnen mit ihrem Kunstwerk auch vor Giftbelastungen und der Überfischung der Meere. Sie arbeiteten ihn ihr Kunstwerk auch das Thema Klimawandel ein, indem sie auf das weitere Schrumpfen der Eisfläche am Nordpol aufmerksam machen. Darüber hinaus machen sie auf den Walfang mit Harpunen aufmerksam.

"Zum Anfang war dieses Umweltprojekt eigentlich gar nicht so angedacht gewesen. Es sollte eigentlich nur ein Wal werden, aber dann fanden wir es besser, ein ernstes Thema mit den Schülern daraus zu machen", sagt Dr. Gerhard Schotte. Das Eschenholz, aus dem der Wal geschnitzt ist, stammt vom gegenüberliegenden Burgseeufer. Unterstützung bei den Vorbereitungen für das Projekt gab es vom Bauhof der Stadt Gadebusch.

Wie engagiert die Schüler während des Umweltprojekt waren, wird auch daran deutlich, das sie das Gedicht "Der kranke Moby Dick" verfassten. Kevin Dahm trug es an der Museumsanlage vor und sagte: "Die Haut aus Holz soll in Bildern die Gefahren für unsere Wale schildern. Lasst sie nicht sterben durch Öl und Dreck, sonst sind sie eines Tages genau wie die Dinosaurier weg."

Birgit Friedrich, Lehrerin der 7a, wollte den Kindern in dem Umweltprojekt auch etwas über Bildhauerei beibringen. "Das Schöne für die Kinder war, dass sie dabei die Werkzeuge kennen lernen konnten und selbst Hand an den Wal legen konnten. Letztlich haben sie etwas Bleibendes, auch für die Stadt geschaffen", so Birgit Friedrich.

Etwas Bleibendes soll auch eine Metallplatte sein, die gestern an der Wal skulptur befestigt wurde. Darin eingraviert sind neben der Projektbezeichnung und des Entstehungsjahres auch die Namen der Siebtklässler: Sara, Jörg, Kevin, Sophie, Kevin, Sarah, Anna.

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