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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. November 2017 | 10:43 Uhr

Mühlenfest : Mit Windkraft das Korn mahlen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die 125-jährige Stover Mühle ist die letzte funktionstüchtige Windmühle im Nordwesten.

Die Holländermühle auf der Anhöhe von Stove am Salzhaff ist etwas Besonderes in der Reihe der windgetriebenen technischen Denkmale. Nicht nur ihrer inzwischen 125 Jahre wegen, denn ihre Flügel drehen sich schon seit 1889. Das ist einer der Gründe für ein zünftiges Mühlenfest an diesem Wochenende. Doch vor allem kann sie als Einzige in der Region noch den Beweis antreten, wie Windkraft in ihrem Inneren noch immer in mechanische Energie umgewandelt, reifes Korn zu Mehl werden lässt. Das können Besucher heute beim Schaumalen miterleben. Denn bläst der Wind ausreichend, kann auch der Mahlbetrieb beginnen.

Das Jubiläum ist Grund genug für ein Mühlen- und Dorffest mit Unterstützung zahlreicher Helfer. So ist nicht nur der Mühlen und Museumsverein Stove präsent. Auch die Kameraden der ansässigen freiwilligen Feuerwehr sowie kleine und große Akteure des Kindergartens „Mühlenzwerge“ sind mit dabei. Vor allem dem Engagement derjenigen, die ihre Mühle in Schuss halten, ist es zu verdanken, dass dieses technische Denkmal in Funktion noch für die Öffentlichkeit erlebbar ist. Immerhin war das Mahlwerk unter dem letzten ortsansässigen Müllermeister Hans Mir Senior bis 1976 in Betrieb. Als letzter Vereins-Müllermeister betreute Rudolf Goldbach die historische Technik und sorgte mit kleinen Mahl-Aktivitäten dafür, dass die Technik nicht einrostete. Bis heute ist die Stover Mühle von den sieben im Landkreis Nordwestmecklenburg noch verbliebenen Mühlen und in ihren Resten die letzte funktionsfähige ihres Standes.

Seit 1978 steht die Mühle unter Denkmalschutz, und seit 1992 wird sie vom „Windmühlen- und Museumsverein Stove“ betreut. Den Auftakt bildet bereits am morgigen Vorabend von 19 Uhr an Musik und Tanz im großen Zelt auf dem Mühlenberg. Dort bildet am Sonntag um 10 Uhr ein Gottesdienst den Auftakt. Dazu halten die Veranstalter den gesamten Tag über ein reichhaltiges Programm für alle Altersgruppen bereit. Natürlich ist auch für Speis und Trank ausreichend gesorgt, denn das frisch gemahlene Mehl wird im Lehmbackofen am Museum gleich in Kuchen und Brot verwandelt.



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