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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. November 2017 | 11:46 Uhr

Bentin : Mit Sonnenschirm in den Regen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Bentiner feiern trotz Sturm und Regen Erntefest mit Traktorenumzug und viel Spaß im Kulturhaus

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Die Einwohner Bentins sind nicht so schnell einzuschüchtern. Selbst Regen und Sturm hielt sie am Sonnabend nicht davon ab, auf unüberdachten Traktorenanhängern einen Festumzug zu organisieren und durchzuführen. Dafür wartete nach der nassen und kalten Fahrt ein aufgeheizter Kachelofen im Kulturhaus „Neues Leben“, wo es anschließend mit einem gemütlichen Beisammensein weiter ging.

„Es hat doch Spaß gemacht. So kalt war das gar nicht“, erklärte die zehnjährige Laura Papendick. Sie saß mit Regenjacke und warm angezogen unter einem der vielen riesigen Sonnenschirme, um sich zumindest vor dem Regen zu schützen. Etwas besser geschützt hingegen saß André Rühmling als Fahrer seines Famulus RT 315 hinter dem Lenkrad. Denn zumindest von vorne und an den Seiten schützten Fenster und Verkleidungen vor eindringendem Wasser. „Der Traktor ist einiges gewohnt. Den habe ich seit 1997 und nutze ihn auch sonst zum Holzfahren. Also stört mich das Wetter hier heute auch nicht“, sagte der Bentiner. Ähnlich positive Einstellungen zeigten auch alle anderen Kinder und Erwachsene, die sich auf die Rundreise durch das Dorf machten und zeigten, dass das Dorfleben in dem kleinen Dorf auch weiterhin hoch gehalten wird.

Mit der Gründung des Kulturvereins „Neues Leben“, so bereits der Name der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) aus vergangenen DDR-Zeiten, und der stetig fortschreitenden Sanierung des früheren Kulturhauses war vor einigen Jahren das Dorfleben bereichert und überhaupt erst wieder in Schwung gebracht worden. Weihnachtsfeiern, Tanz- oder Bastelabende sowie verschiedene Feiern bereichern die Dorfgemeinschaft seither. Das ehemalige Kulturhaus dient dazu als zentrale Anlaufstelle. Eine eigene Küche, einen sanierten Feierraum und viele ehrenamtliche Helfer haben in nicht mehr zählbaren Stunden auf die Beine gestellt, was vor mehr als 30 Jahren eigentlich zum Alltag gehörte, mit der Wende aber eingeschlafen war.

„Jetzt haben wir wieder viele verschiedene Anlässe, um uns zu treffen. Als nächstes wird es einen Basteltag zum Advent und die Weihnachtsfeier geben“, erklärte Georg Bückle, einer der Begründer der Initiative.

Doch daran mochte am Sonnabend noch niemand wirklich denken, denn zunächst ging es gestärkt durch selbstgemachten Nudelsalat und einer Bratwurst auf die Tanzfläche des Kulturhauses, wo mit viel Musik bis zum frühen Morgen durchgetanzt wurde und niemand mehr einen Gedanken an das schlechte Wetter zum Festumzug am späten Nachmittag verschwendete.

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