Wismar/Grevesmühlen : Mit Maske zur Verwaltung

Die Gebäude der Kreisverwaltung von Nordwestmecklenburg in Wismar und Grevesmühlen sind ab kommendem Montag wieder für Besucher geöffnet – allerdings nur mit Mund-Nase-Bedeckung.  dpa/Jens Büttner
Die Gebäude der Kreisverwaltung von Nordwestmecklenburg in Wismar und Grevesmühlen sind ab kommendem Montag wieder für Besucher geöffnet – allerdings nur mit Mund-Nase-Bedeckung. dpa/Jens Büttner

Kreisstandorte in Wismar und Grevesmühlen ab 27. April für Besucher geöffnet

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24. April 2020, 05:00 Uhr

Die Kreisverwaltung von Nordwestmecklenburg will ab Montag, 27. April, wieder Bürger begrüßen: montags bis freitags. Damit wird der von der Landesregierung beschlossene MV-Plan umgesetzt. Die Gebäude in Wismar und Grevesmühlen dürfen jedoch aufgrund der Corona-Pandemie nur mit einer Mund-Nase-Bedeckung betreten werden. Und Termine gibt es nach wie vor nur nach telefonischer Anmeldung.

Wie Landrätin Kerstin Weiss (SPD) erklärt, müssen sich Besucher in den Bürgerbüros anmelden. Anschließend werden sie  abgeholt und in die entsprechenden Büros gebracht. So soll der Publikumsverkehr in den Häusern geregelt werden.

Die Pflicht zum Tragen einer Maske in den Verwaltungsgebäuden gilt auch für die dort Tätigen. Für Mitarbeiter im Außendienst mit Kontakt zu Bürgern  stellt der Kreis Handschuhe und Masken bereit. Die Schutzausrüstung soll laut Kerstin Weiss dann genutzt werden, wenn sich eine Infektionsgefahr abzeichnet. Ein Teil der Verwaltungsmitarbeiter arbeitet auch in den kommenden Tagen weiterhin zu Hause, im sogenannten Homeoffice.

Für die Kfz-Zulassungsstelle des Kreises in Grevesmühlen ist keine vorherige Anmeldung mehr nötig. Es gibt aber Zugangsbeschränkungen, um den Aufenthalt zu vieler Personen im Warteraum zu vermeiden und so sicherzustellen, dass der notwendige Sicherheitsabstand eingehalten werden kann.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises wird  ab 27. April für Privatkunden wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Die Kreismusik- und die Kreisvolkshochschule bleiben noch auf unbestimmte Zeit geschlossen.

In Nordwestmecklenburg haben sich bislang 70 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Davon gelten 55 als geheilt. Eine Person ist gestorben.

14 Menschen sind akut infiziert. Davon befindet sich einer  in stationärer Behandlung. Außerdem wurden 60 Personen ermittelt, die mit den aktuell Infizierten Kontakt hatten. Somit waren bis gestern Abend 74 Menschen im Nordwestkreis in Quarantäne.

Die Nachverfolgungsteams des Gesundheitsamtes sind laut Landrätin auf einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen vorbereitet. Derzeit wäre es möglich, acht Teams mit je fünf Mitarbeitern zu aktivieren, die dann umgehend ihre Arbeit aufnehmen könnten.

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