Messe "LebensArt" : Mit Madame Pompadour in Brook

Den ersten Einkauf getätigt: Andrea Nack (r.) und Mutter Christa haben sich Handtaschen aus Büffelleder am Stand von Renate Kulinna gegönnt.
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Den ersten Einkauf getätigt: Andrea Nack (r.) und Mutter Christa haben sich Handtaschen aus Büffelleder am Stand von Renate Kulinna gegönnt.

Die Messe "LebensArt" auf Gut Brook ist gerade neun Minuten für die Besucher geöffnet, da hat Uwe Kulinna schon sein erstes Geschäft gemacht. Eine Handtasche und eine Geldbörse hat der Händler an die Frau gebracht.

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27. Juli 2012, 07:09 Uhr

Brook | Die Messe "LebensArt" auf Gut Brook ist gerade einmal neun Minuten für die Besucher geöffnet, da hat Uwe Kulinna schon sein erstes Geschäft gemacht. Eine Handtasche und eine Geldbörse aus Büffelleder hat der Händler aus dem nordrhein-westfälischen Gütersloh an die Frau gebracht. "So kann es weiter gehen", sagt der 66-Jährige und rückt seinen Sonnenhut zurecht. Früher, da hat er Gardinen verkauft. Jetzt, als Rentner, fährt er mit seiner Frau Renate nur noch auf Messen, um seine im norditalienischen Florenz gefertigten Produkte zu verkaufen. So wie im vergangenen Jahr auch, als es bei der Lifestyle-Messe drei Tage lang regnete.

An diesem Freitag, am Eröffnungstag der 10. Auflage der Veranstaltung in Brook, ist kein Regen in Sicht. Die Sonne steht am blauen Himmel und Hans-Werner Dingel hat deshalb schon in aller Frühe Madame Pompadour nass gemacht. "Bei dieser Hitze brauchen die Rosen viel Wasser", sagt der 73-Jährige. Gäste halten ihre Nasen in die duftenden Blüten der Kletter-, Strauch- oder Beetrosen, die so klangvolle Namen wie "Climbing Champagne", "Elfe", "Papagena" oder eben "Madame Pompadour" tragen. "Ich nehme diese Drei hier", sagt ein Gartenfreund. Hans-Werner Dingel von der Rosenschule Koopmann aus Pinneberg gibt dem Kunden drei nummerierte Zettel. "Wir stellen die Blumen ins Depot. Dort können Sie sie abholen, wenn sie nach Hause fahren wollen", erklärt der Rosenverkäufer. Der Kunde nimmt diese Offerte dankbar an, denn jetzt kann er sich in aller Ruhe weiter auf dem Messegelände umsehen.

Will er alle Stände besuchen, dann muss er viel Zeit mitbringen. "Wir haben in diesem Jahr 246 Aussteller. Damit ist jeder Zentimeter der rund 20 000 Quadratmeter großen Fläche belegt", sagt Burkhard Golla vom Veranstalter "Das AgenturHaus". Golla hat gerade noch in luftiger Arbeitskleidung einige der 25 Mitarbeiter eingewiesen, jetzt steht er mit weißem Hemd in der Nähe des Haupteingangs, um sich auf die offizielle Eröffnung vorzubereiten.

Während in den Pfannen der zahlreichen Gastronomen das Mittagessen brutzelt, trinkt ein Mitglied der Jugendfeuerwehr Elemenhorst-Brook auf einer Wiese neben dem Veranstaltungsgelände einen Schluck Wasser. Er verkauft Parktickets an die Besucher, deren Fahrzeuge in die freien Parkbuchten gelotst werden. Auto um Auto fährt vor, doch die Arbeit für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr lohnt sich, denn die Parkgebühren werden komplett in die Jugendkasse der Wehr fließen.Der Andrang ist zwar groß, aber überschaubar. Am Sonnabend und am Sonntag, weiß Mitorganisator Golla aus Erfahrung, kämen die meisten Besucher. "Um die 25 000 Gäste erwarten wir auch in diesem Jahr", sagt der Koordinator, der schon zahlreiche "LebensArt"-Messen in ganz Deutschland betreut hat.

Die Lifestyle-Messe auf Gut Brook ist noch Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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