Palmberg investiert 7,5 Millionen Euro : Mit Lasertechnik in die Zukunft

Wirtschaftsminister Harry Glawe (l.) lässt sich von Palmberg-Geschäftsführer Uwe Blaumann die Flex 2 erklären. Hans Taken
Wirtschaftsminister Harry Glawe (l.) lässt sich von Palmberg-Geschäftsführer Uwe Blaumann die Flex 2 erklären. Hans Taken

Mit einer hochautomatisierten Maschineneinrichtung hat der Schönberger Möbelhersteller Palmberg die Weichen für die Zukunft gestellt. Investiert werden dafür 7,5 Millionen Euro.

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13. September 2012, 09:56 Uhr

Schönberg | Portalkräne sausen auf Schienen durch die Halle und bringen Spanplatten zu den Sägen, auf Rollbändern werden zugeschnittene Platten transportiert, um später von Robotern abgestapelt zu werden. Flex 2 - so nennt sich die hochautomatisierte Maschineneinrichtung, die in Halle 2 der Firma Palmberg das vorfertigt, was in der Endmontage zu hochwertigen Büromöbeln zusammen gebaut wird.

Ein Jahr lang wurde an der Technik gefeilt, um ein System zu entwickeln, das schneller, genauer und flexibler produzieren kann, als es die Vorgänger-Maschinerie konnte. Pro Früh- oder Spätschicht bedarf es nur sechs Mitarbeiter, um in der 3800 Quadratmeter großen Halle die Flex 2 zu bedienen. Die alten Maschinen wurden innerhalb von vier Wochen ausgebaut, 232 Tonnen Stahl und Eisen zudem neu verbaut. "Bei uns wird zukünftig in Rekordzeit produziert. Von der Spanplatte bis zum fertigen Möbelteil wird nun noch schneller und flexibler gefertigt und dabei werden neue Produktionskapazitäten geschaffen", sagt Palmberg-Geschäftsführer Uwe Blaumann beim Rundgang mit Wirtschaftsminister Harry Glawe, Landrätin Birgit Hesse und Kreistagspräsident Christian Albeck durch die Produktionshallen des Werks.

Während Produktionsleiter Klaus Lutz den Gästen erklärt, das die Flex 2 mit 100 Prozent Lasertechnik ausgestattet ist, kein Leim mehr benötigt wird, sich der Verschnitt um drei Prozent reduziert, 30 Prozent weniger Energie als bisher verbraucht und 6000 bis 8000 Teile am Tag bearbeitet werden, verrichten die beiden blauen Roboter unbeirrt ihre Arbeit. Sie drehen sich schnell von links nach rechts und rechts nach links, saugen die vorgefertigten Spanplatten an und legen sie dann ab. Jetzt kommen Menschen wie Fred Czickus ins Spiel. Er öffnet den Gitterzaun, hinter dem die Roboter zuvor gewirbelt haben, und fährt mit einem Hubwagen die vorgefertigten Hölzer ab, bevor sie in einer anderen Halle weiter verarbeitet werden.

7,5 Millionen Euro hat das Unternehmen in die neue Technik nebst Umfeld investiert, um seine Position auf dem Markt zu behaupten und weiter auszubauen. "Wir gehören jetzt schon zu den fünf führenden Büromöbelherstellern in Deutschland", sagt Sven Wittfot von der Marketing-Abteilung der Schönberger Firma. Diese hat in den vergangenen 21 Jahren ihren Mitarbeiterstamm von 86 auf 441 erhöht, mittlerweile rund 74 Millionen Euro investiert und sie rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz von 73 Millionen Euro. Im Monat August wurde nach Firmenangaben ein Rekordumsatz von 7,2 Millionen Euro erzielt. Palmberg beliefert Kunden in ganz Deutschland. Die Lkw-Flotte ist mit den Büromöbeln aus Schönberg aber auch in der Schweiz, Österreich und den Benelux-Ländern unterwegs.

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