Handwerk : Mit kleinen Dingen groß dabei

Gestern Abend war es soweit:  Der Innovationspreis wurde in der Handwerksammer Schwerin feierlich an Martin Eigenstetter (2.v.l.) und Gunnar Mai überreicht. Kammer-Präsident Peter Günther (l.) gratulierte gemeinsam mit Wirtschaftsminister Harry Glawe (r.) und Johannes Löning von der VR-Bank.
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Gestern Abend war es soweit: Der Innovationspreis wurde in der Handwerksammer Schwerin feierlich an Martin Eigenstetter (2.v.l.) und Gunnar Mai überreicht. Kammer-Präsident Peter Günther (l.) gratulierte gemeinsam mit Wirtschaftsminister Harry Glawe (r.) und Johannes Löning von der VR-Bank.

VR-Innovationspreis geht an die Rehnaer Tischlerei Eigenstetter. Neue Ideen schlummern schon in der Schublade.

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05. Dezember 2014, 00:22 Uhr

Es ist klein, aber pfiffig – das Team der Tischlerei Eigenstetter aus Rehna. Seit über 25 Jahren behauptet sich der Handwerksbetrieb am Markt und scheut nicht davor, auch neue Wege zu gehen. So wurde im Hause vor gut zwei Jahren aus der Not die Idee eines neuartigen, roboterbasierten Bearbeitungszentrums für die individualisierte Fertigung von Holzprodukten geboren: Ein Gelenkarmroboter, der sehr spezielle und aufwendige, wenn nicht sogar bisher nicht mögliche Arbeiten erledigt. „Mit dieser Entwicklung ist es uns möglich, sehr kompliziert geformte Teile zu fräsen oder beispielsweise Treppenwangen, die mehrfach gekrümmt sind, anzufertigen“, sagt Junior-Chef Martin Eigenstetter. Gestern Abend durfte er vom Wirtschaftsminister Harry Glawe und Peter Günther, dem Präsident der Handwerkskammer Schwerin, den Innovationspreis der Volks- und Raiffeisenbanken entgegennehmen. Der mit 2000 Euro dotierte Preis ist bereits die zweite Auszeichnung für das Unternehmen in diesem Jahr. Im Sommer wurde die sogenannte Fünf-Achs-Simultanbearbeitung vom Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) und des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin geehrt.

Martin Eigenstetter, der Sohn des Hauses, ist sichtlich stolz. „Es ist eine Mannschaftsleistung. Alle 16 Mitarbeiter ziehen hier an einem Strang“, betont er. Der Roboter ermöglicht der Rehnaer Tischlerei nun auch, Lohnarbeiten für andere Firmen im gesamten Bundesgebiet zu auszuführen. Der Arbeitskreis der Mitarbeiter beschränkt sich jedoch auf den Raum zwischen Rostock und Hamburg. Viel Denkmalpflegearbeiten sind mit der Zeit und der neuen Technik im Auftragsbuch dazugekommen. „Wer einmal sehen möchte, was wir so machen, der kann sich das unter anderem im Rauchhaus Möllin oder im Biohospiz Schloss Bernstorf anschauen“, sagt Eigenstetter.

Auch jetzt schlummern bereits neue Projektideen in der Schublade des Diplomingenieurs. Welche das sind, will er nicht verraten. Aber mit ganz viel Glück gibt es für sie vielleicht bald wieder eine Auszeichnung.

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