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Wedendorf feiert Erntefest : Mit der Tradition fest verbunden

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. Erntefest mit dreistündigem Erntekorso. Schönster Wagen prämiert

svz.de von
erstellt am 05.Sep.2016 | 02:00 Uhr

Die Ernte in diesem Jahr verlief für die Bauern in der Region ähnlich wie das Wetter des zurückliegenden Sommers: Wechselhaft und eher auf der schlechten Seite. Das drückte auch Reinhard Drews, Vorstandsvorsitzender der Köchelstorfer Agrargenossenschaft eG, dem Hauptsponsor des Wedendorfer Erntefestes aus: „Die Erträge in diesem Jahr lagen eher auf der schlechten Seite. Sowohl bei der Wintergerste, als auch beim Raps lagen wir deutlich unter dem Durchschnitt“, so der Landwirt. Zwar habe der Weizen nicht enttäuscht, aber durch die derzeit miserablen Preise, die auf dem Weltmarkt gezahlt würden, gäbe es auch hier deutliche Verluste. „Und auch die Milchpreise liegen zum Teil zehn Cent und mehr unter den Produktionskosten“, prangerte der Chef des größten lokalen Agrarbetriebs an.

Nichtsdestotrotz feierten die rund 650 Einwohner der Gemeinde mit den Ortsteilen Benzin, Groß Hundorf, Kasendorf, Kirch Grambow, Köchelstorf und Wedendorf und zahlreiche Gäste der Umgebung zum 18. Mal ihr traditionelles Erntefest, privat organisiert von der Dorfgemeinschaft. „Wir sind seit vielen Jahren eine verschworene Gemeinschaft und halten zusammen. Das zeigt sich auch bei solchen Festen. Und wir sind froh darüber, dass wir auch den Nachwuchs dafür begeistern können“, erklärt Heike Grade vom Organisationskomitee.

Mittelpunkt des Festes war der Erntekorso, der mehr als drei Stunden dauerte und sich von Wedendorf nach Kasendorf und wieder zurück bewegte. Immer wieder mussten dabei die teilnehmenden elf Gespanne an den verschiedenen Gehöften „Trinkpausen“ einlegen. Das erste Mal am Haus von Anja und Stephan Gayda in Kirch Grambow. Die hatten gemeinsam mit den Kindern Emelie und Felix sowie weiteren rund 40 Helferinnen den Erntekranz gebunden, der in diesem Jahr aus Weizen, Gerste und Hafer bestand. Jenen Sorten, die hier angebaut wurden. „Wir würden das jederzeit wieder tun, auch wenn das Ganze schon sehr aufregend war“, meint Stephan Gayda.

Den Umzug begleitete musikalisch „Kalles Blasmusik“, besser bekannt als Blaskapelle Utecht, die auch für die Prämierung des schönsten Erntewagens zuständig war. Diese Wahl erfolgte erst zum zweiten Mal. „Wir haben uns letztendlich für die Nummer sechs entschieden, weil hier ein unerhörter Aufwand in der Gestaltung zu erkennen ist“, begründet Band-Chef Ralf Kaltenschnee die Wahl. Der glückliche Gewinner erhielt eine mit verschiedenen Getränken bestückte Kühlbox und den Wanderpokal.

Für das nächste Jahr ging im Anschluss der Feier die Erntekrone zum ersten Mal nach Köchelstorf zu Brigitte und Norbert Rick.

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