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Freunde alter IFA-Fahrzeufe treffen sich in der Region Rimini : Mit dem Trabi über die Alpen

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Seit 16 Jahren trifft sich ein Stamm von Freunden alter DDR-Fahrzeuge aus IFA-Zeiten im Hotel Tilly im italienischen Valverde. Von Anfang an dabei ist auch Trabi-Freak Joachim Dreger aus Ludwigslust.

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erstellt am 25.Jun.2013 | 06:40 Uhr

Ludwigslust/Cesenatico | So wie einst Wolfgang Stumpf im Film "Go Trabi go" mit seiner Rennpappe "Schorsch" Italien eroberte, so haben es vor 16 Jahren auch Joachim Dreger aus Ludwigslust und weitere Trabi-Freaks getan. Ziel war damals wie heute das Hotel Tilly in Valverde (Cesenatico) unweit von Rimini. "Die beiden Hotelinhaber Sieglinde und Bruno Rinaldi waren selbst Trabi-Fans und dachten sich, zur Saisoneröffnung den Touristen einmal etwas Besonderes zu bieten. So entstand die Idee zu diesem Event, das alljährlich in der Trabi-Zeitung angekündigt wird und zu dem sich immer ein Stamm von Freunden alter DDR-Fahrzeuge aus IFA-Zeiten vom Trabant über Wartburg bis hin zu Robur einfindet", war von Joachim Dreger aus Ludwigslust zu hören. In diesem Jahr fand das nunmehr 16. Treffen dieser Art statt und wie immer hatten die Betreiber des Hotels Tilly alles bestens vorbereitet.

"Gemeinsam mit meiner Frau Bärbel bin ich von Ludwigslust aus zunächst 900 Kilometer bis Bad Tölz gefahren. Dort haben wir zum ersten Mal Quartier gemacht. Dann ging es weiter über Österreich nach Italien, pro 100 Kilometer waren fünf Euro Mautgebühren zu entrichten. Alles in allem hatten wir rund 500 Euro Kosten an Benzin und Straßenbenutzungsgebühren", so Joachim Dreger, der schon seit vielen Jahrzehnten Trabifahrer, Bastler und Tüftler ist. Der heute fast 60-Jährige, gelernter Kfz-Schlosser, heute Hausmeister in der ASB-Kita "Waldzwerge", hat sich dieses leidenschaftliche Hobby auch über die Wendezeit hinaus bewahrt und mit diesem "Trabi-Virus" auch andere angesteckt. Sein Trabi vom Typ 1.1. mit VW-Motor, zugelassen im November 1989, gehörte zu den 38 500 Exemplaren, die damals in einem Jahr in der damaligen DDR hergestellt wurden.

"Zu diesem Treffen in Cesenatico kommen hauptsächlich Privatleute. In diesem Jahr nahmen 46 Leuten mit 26 Fahrzeugen mit teil, zehn Zweitakt-Trabis, zehn Viertakter, dazu kamen Wartburg, ein Trabi-Kübelwagen von der Forst und ein Robur-Bus, der als Camping-Fahrzeug umfunktioniert wurde", so Dreger. Die meisten der Teilnehmer kommen aufgrund Verbundenheit mit der Trabi-Hochburg Zwickau aus Sachsen, die weiteste Anreise hatte ein Trabi-Fan aus Rostock. Aber dennoch waren auch die anderen Bundesländer in Italien vertreten und auf alle Teilnehmer wartete in der Veranstaltungswoche ein buntes Programm mit vielen Freizeitangeboten. Höhepunkt des Treffens war die Rundfahrt durch die Straßen von Cesenatico mit Begleitung der Stadtpolizei. Danach stellten die Teilnehmer des Treffen ihre Fahrzeuge am Hafen ab, das Publikum hatte dann die Gelegenheit, das schönste und interessanteste Auto zu wählen. Preise gab es für die ersten drei klassifizierten Autos, zudem gab es Prämien für die Fahrer mit der längsten Anreise mit einem Zwei-Takt-Motor, für das älteste und für das schnellste Fahrzeug. Der Aufenthalt der IFA-Freunde und die Präsentation ihrer Trabis und Wartburg fand auch in der örtlichen Lokalpresse mit einem Beitrag in der Zeitung "il resto del Carlino Cesena" Erwähnung.

Auf dem Besuchsprogramm der deutschen Gäste des Hotels Tilly standen eine Busfahrt zur Tropfsteinhöhle Frasassi in der Nähe von Ancona mit Besichtigung. Auch Geschicklichkeitsfahren durch malerische Landschaften und interessante Ortschaften über Hügel im Hinterland der Provinz Forli/Cesena stand auf dem Programm, bei dem es auch verschiedene Aufgaben zu erfüllen gab.

"Alles in allem waren es wieder wunderbare Tage, wir kommen auch im nächsten Jahr gerne wieder hierher" sagte Joachim Dreger. Die nächste Zusammenkunft der Trabi- und Wartburg-Fans jenseits der Alpen wird laut Terminplan Ende Mai/Anfang Juni 2014 sein.

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