Barrierefreies Bauen in MV : Mit dem Rollstuhl in den Plattenbau

Mit dem Rollstuhl bis zur Wohnungstür: Im Plattenbau geht das nicht immer.
Mit dem Rollstuhl bis zur Wohnungstür: Im Plattenbau geht das nicht immer.

Hochschule Wismar lädt zu Symposium über barrierefreies Bauen ein.

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10. April 2018, 21:00 Uhr

Das Kompetenzzentrum Bau Mecklenburg-Vorpommern, eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Hochschule Wismar, lädt am Donnerstag zu einer öffentlichen Fachveranstaltung ein. Im Mittelpunkt steht der barrierefreie Wohnungsbau und die damit verbundenen Herausforderungen.

Aus verschiedenen Blickwinkeln – beispielsweise dem der Politiker, Gesetzgeber, Beiräte, Bauaufsicht, Bauunternehmen, Planungsbüros und natürlich Forscher – werden die Umsetzung der gesetzlichen Rahmenbedingungen diskutiert und die dabei gewonnenen Erfahrungen an aktuellen Beispielen vermittelt. Die Veranstaltung richtet sich an Architekten, Ingenieure und Techniker, Mitarbeiter öffentlicher Bauverwaltungen und von Bauunternehmen, Studierende der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen sowie interessierte Bürger.

Besonders viele Gebäude sind zu DDR-Zeiten als Plattenbauten mit bis zu sechs Vollgeschossen bis in die späten 1980-er Jahre errichtet worden. Ohne Aufzüge, berollbare Balkone oder aber Bäder. Barrierefreiheit war damals noch kein Thema. Seit den 90-er Jahren werden Nachrüstungen für die mehrgeschossige Gebäudeklasse vorangebracht, mit unterschiedlichem Erfolg. Mancher von außen angebaute Aufzug erreicht barrierefrei beispielsweise nur die Zwischenpodeste im Treppenhaus und nicht die Ebene der Wohnungstüren. In diesen Diskussionsraum hat die Arbeit an einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Zurow Bau GmbH aus Krassow und der Fraunhofer-Einrichtung für Großstrukturen in der Produktionstechnik in Rostock die Projektmitarbeiter der Hochschule Wismar gebracht.

Das Forschungsprojekt „GebauPla – Gebäudehülle für barrierefreie Aufzüge in Plattenbauten“ widmet sich seit März 2017 der Nachrüstung von innenliegenden Aufzügen und der dadurch möglichen Schaffung von barrierefreien Wohnungszugängen. Durch Kontakte zu Vertretern unterschiedlicher Fachdisziplinen sowie Vermietern und Bewohnern zeigte sich der hohe Informations- und Diskussionsbedarf zum Leitthema des Symposiums.

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