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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. August 2017 | 22:21 Uhr

Auf Tour : Mit dem Rad quer durch den Norden

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Werner Lemcke (77) empfiehlt das Radfahren zum fit bleiben

Natur, Angeln, Radfahren und Segelsport – an Beschäftigung im Ruhestand mangelt es Werner Lemcke (77) nicht. Insbesondere das Radfahren liegt dem Senioren am Herzen: „Ich habe die Geschichten der SVZ-Leser mit Interesse in der Zeitung verfolgt. Fühlte mich angesprochen, denn einen Tag ohne Fahrradfahren gibt es bei mir nicht.“

In Meetzen geboren, in Gadebusch aufgewachsen, verbringt Werner Lemcke heute seinen Ruhestand in Neuenkirchen. Von dort radelt er in alle Himmelsrichtungen. Sein Fahrtenbuch gibt über die Touren Auskunft. Allein 2013 legte er 8100 Kilometer zurück. „Mit insgesamt 32 000 Kilometern bin ich fast einmal um den Erdball geradelt“, so der Neuenkirchener. Das gehe nicht ohne eine Portion Selbstdisziplin. Dazu gehören die kleine Tour am Morgen und die große Ausfahrt am Nachmittag. Ein Erfolg versprechender Tagesablauf, wie er sagt, denn intensives Radfahren sei gut für die Gesundheit.

Fitness, die er braucht, denn ähnlich wie Familie Kallweit und Karl-Ludwig Dammann (wir berichteten) plant auch er seine große Reise. „Im Sommer geht es mit dem Fahrrad von Dresden bis nach Hamburg“, so der 77-Jährige. Entgegen aller Ratschläge wird er gegen den Nordwestwind in Richtung Hamburg in die Pedalen treten. Ähnlich, wie er es seit vier Jahren rund um den Schaalsee praktiziert. Radfahren unterstütze das Wohlbefinden und sei ein Beitrag für die Gesundheit, so Lemcke.

Genau das war vor fünf Jahren der Auslöser für ein engagiertes in die Pedale treten. „Die Ärzte haben bei mir Schäden an der Wirbelsäule festgestellt. Vermutlich durch die harte Arbeit in der Landwirtschaft. Bereits in Kindheitstagen haben sich die Lendenwirbel verkantet.“ Eine OP kam für die Ärzte und ihn nicht in Frage. „Es gab nur eine Alternative: Sport“, so Lemcke. Gymnastik und Radfahren gehören seitdem zum Tagesablauf. Heute sei alles bestens und Gartenarbeit wie Kartoffelanbau kein Problem. „Vielleicht kann ich einigen Menschen Mut machen“, meint Lemcke.

Die 52 Kilometer lange Tour um den Schaalsee, eine Fahrradtour von Lauenburg nach Hamburg und zurück oder die Strecke am Nordostseekanal von Rendsburg nach Kiel und an der Elbe von Darchau nach Dömitz und weiter bis Hitzacker, könne er nur empfehlen. „Auf solchen Touren gibt es viel Natur zu sehen“, meint der Senior. Als besonders schön bezeichnet er die Strecke von Boltenhagen nach Neustadt in Holstein, denn diese „Strecke verläuft mit Blick auf die Ostsee“. Ohne Folgen bleiben die Ausfahrten nicht. Zumindest an seinem Tourenrad sind erhebliche Verschleißerscheinungen sichtbar. Zwei abgefahrene Kettenritzel und durchgefahrene Reifen zeugen von den Aktivitäten. Werner Lemcke selbst ist fit und schöpft die Kraft für derartige Herausforderungen aus einer gesunden Lebensweise. Zigaretten und Alkoholkonsum gibt es nicht. „Mal ein Alster oder ein Glas Wein“, verrät er. Wichtiger sei ihm der Speiseplan. Dazu gehöre frischer Fisch. Entweder direkt vom Angeltörn auf der Ostsee oder im Frühjahr aus dem Neuenkirchener See. „Dazu viel Gemüse, selbst gemachte Säfte ohne Zusätze und Obst“, so Lemcke. All das sorge für Vitalität. Nachmachen lohne sich. Und ans Aufhören denke er bislang nicht: „Nein, so lange die Kräfte es erlauben, werde ich weiterhin jeden Tag in die Pedale treten.“


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erstellt am 14.Jan.2014 | 05:45 Uhr

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