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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. November 2017 | 06:50 Uhr

Ideen mit pfiff : Mit dem Rad direkt in die Küche

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Wismarer Studenten zeigen auf internationaler Messe Ideen, die das Leben komfortabler machen

Wenn am kommenden Montag in Köln die internationale Einrichtungsmesse „Imm Cologne“ startet, werden zum zweiten Mal auch zehn Studenten der Wismarer Hochschule ihre innovativen Ideen präsentieren. Studierende der Studiengänge Innenarchitektur und Design haben „kleine Helferlein“ für die Küche entwickelt – Ideen, die nicht nur einer stetig alternden Bevölkerung das (Küchen-) Leben erleichtern können. „Komfortküche im Reihenhaus“ hieß die Aufgabe für die Studenten.

Mit etwas Glück ist die Messe für die Studenten die Möglichkeit, ihre Entwürfe an die Industrie und damit in die Küchen zu bringen. Entstanden sind die kreativen Arbeiten in einem Gemeinschaftsprojekt der Wismarer Hochschule mit der Hochschule Furtwangen und ihrem Studiengang „Angewandte Gesundheitswissenschaften“ sowie der Einkaufsgesellschaft für Küchen und Wohnen („Der Kreis“) als Verbund für mittelständische Küchenspezialisten mit 2700 Mitgliedsunternehmen, dazu mit vielen großen Projektpartnern aus der Wirtschaft.

Auf dem Stand des internationalen Unternehmens „Der Kreis“ werden die Wismarer Studenten ihre Prototypen und Konzepte vorstellen. So wie Diana Alieva. Die 27-Jährige kommt ursprünglich aus Russland, studiert in der Hansestadt im siebten Semester Produktdesign. Die Fahrradfahrerin nimmt mit ihrer Idee den vollen Fahrradkorb vom Einkauf mit in die Küche – ohne dabei die Arbeitsplatte voll zu stellen. Das Standardklicksystem vieler Fahrradkörbe hat sie einfach in die Küche integriert. „Ich wollte die Küche mit der Außenwelt verbinden“, erzählt die Studentin. Der Fahrradkorb kann nun mit dem Einkauf bequem an die Küchenschränke geklickt werden. Je nachdem, wo man das Eingekaufte braucht. „Man hat mehr Platz auf der Arbeitsplatte und die Hände sind frei. So kann das gekaufte Gemüse gleich geputzt und verarbeitet werden“, so die Studentin.

An das Klicksystem kann genauso gut eine Arbeitsplatte befestigt werden. Egal ob als Ablage oder zum Schnippeln. Und: Der Montagebügel mit dem Klicksystem ist an der Küchenfront verschiebbar, je nachdem, wo gerade Korb oder Extraplatz gebraucht werden.

Vielfältig wie die Studenten und die Länder, aus denen sie kommen, sind ihre Ideen. „Wir haben insbesondere an ältere Menschen gedacht und wollen ihnen das Leben erleichtern“, so Prof. Dipl. Ing. Achim Hack, Professor für Innenarchitektur, Möbel und raumbildenden Ausbau, Entwurf und Konstruktion. „Die Ideen gibt es als Vorserie und als Prototypen. Wir sind froh, dass wir mit dem ,Kreis‘ den Messestand zusammen haben können“, ergänzt Prof. Dipl.-Des. Volker Zölch, der Entwerfen von Produkten und die Entwicklung von Designstrategien an der Wismarer Hochschule unterrichtet.

Auf der Messe zeichnen zum zweiten Mal auch Fachleute vor Ort die beste studentischen Idee mit dem Stiftungspreis der Anja-Schaible-Stiftung aus.

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